Seit Jahren steigt die Nutzung von Kreditkarten. Derzeit sind mehr als 37 Millionen Kreditkarten in Deutschland im Einsatz. Die Akzeptanz nimmt stetig zu, weil die meisten Unternehmen auf die wachsenden Zahlen reagieren. Egal ob Supermarkt, Tankstelle oder Warenhauskette – die Zahlung mit Visa, MasterCard und Co. gehört längst zum Alltag. Aber auch viele mittelständische und kleine Unternehmen verfügen mittlerweile über Kreditkartenlesegeräte. Es gehört zum guten Kundenservice, die aus dem Portemonnaie hervorgezogene Karte anzunehmen. Früher hieß es oft: „Nur bar oder mit EC-Karte“. Wann haben Sie das zuletzt gehört?

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Milliarden VISA-Karten (weltweit, 2018)
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Milliarden MasterCard-Karten (weltweit, 2018)

Im Ausland sind die Einsatz-Quoten von Kreditkarten wesentlich höher. In Deutschland vertraut man seit Jahrzehnten vor allem auf die EC-Karte (die mittlerweile Girocard heißt). Doch die Kreditkarte als zweites Kartenzahlungsmittel wird immer häufiger eingesetzt.

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Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Einsatz eines Kreditkartenlesegerät: Ihre Zielgruppe entscheidet!

Bevor Sie sich für die Anschaffung eines Kartenterminals entscheiden oder Ihr vorhandenes Lesegerät für Kreditkarten freischalten, lohnt der Blick auf Ihre Kunden. Was bieten Sie an?

Wer kauft bei Ihnen ein? Aus meiner Sicht hängt davon ab, ob Sie sich für eine Zahlung mit Kreditkarte freischalten lassen sollten. Bedenken Sie: Beim Feinkostladen in Großstädten wird die Kreditkarte sicher öfter gezückt als beim Metzger auf dem Dorf. Sie kennen ihre Kundenkreise am besten.  Falls Sie sich für die Zahlung mit Kreditkarte entscheiden, haben Sie die Wahl aus den verschiedenen Karten-Unternehmen, die Sie akzeptieren. Seriöse Anbieter wie der Dienstleister Bezahlexperten beraten Sie entsprechend. Informieren Sie sich gerne auch über unseren Anbieter-Vergleich

Welche Karten akzeptierten? Zwei wichtige Tipps für Sie! 

Bieten Sie in jedem Fall VISA und MasterCard mit ihrem Kreditkartenlesegerät an. In Deutschland sind die beiden Unternehmen mit großem Abstand die Platzhirsche und werden von vielen Geldinstituten – vermutlich sogar von Ihrer Hausbank – als Zahlungsmittel in Verbindung mit einem (Giro-)Konto angeboten. 

Sie verfügen über viele internationale Kunden? In Nordamerika ist American Express und Diners Club sehr verbreitet, in Asien zusätzlich die Karten von JCB (Japan Credit Bureau). Die Bezahlung mit diesen Karten verursacht in Deutschland etwas höhere Transaktionsgebühren im Vergleich zu VISA und MasterCard. Prüfen Sie deren Einsatz genau.

Vorstellung: Passende Kreditkartenlesegeräte im Überblick

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht moderner Kreditkartenlesegeräte, die sich für alle Einsatzzwecke eigenen. Es gibt stationäre und mobile Terminals. Die Unterschiede zeige ich weiter unten auf der Seite auf. 

Verifone V200c

Sehr gute Einsteigerversion. Günstig und trotzdem mit vielen Funktionen, wie kontaktlosem Bezahlen, Farbdisplay, Kassenschnittstellen.

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STATIONÄR

Verifone V400m

Farb- und Touchdisplay, kann über Handynetz, WLAN und Bluetooth kommunizieren und kontaktlose Zahlungen etc. annehmen.

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MOBIL

Yomani XR

Wird mit Kabel oder WLAN angebunden. Einfache Bedienung und großer Sichtschutz. Kann natürlich auch kontaktlos und weitere Funktionen.

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STATIONÄR

Ingenico Move5000

Das Move 5000 kann auch WLAN und/oder Handynetz, kontaktlos, etc. und hat natürlich ein Farb-Touchdisplay.

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MOBIL

Ingenico Desk5000

Kann per WLAN angebunden werden und dank Spiralkabel gibt’s Flexibilität ohne Kabelchaos. Mit Touchdisplay.

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STATIONÄR

SumUp

Eins der Geräte ohne Grundgebühr, das man mit Handy oder Tablet koppelt, um Zahlungen abzuwickeln. Der Zahlvorgang läuft dann über eine App.

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MOBIL

Kreditkartenlesegerät anschaffen: Welche Kosten entstehen für mich?

Klären wir zunächst etwas Grundsätzliches: Schaffen Sie sich erstmals ein Kartenlesegerät an? Oder verfügen Sie bereits über ein Terminal und wollen in Zukunft auch Kreditkartenzahlung anbieten? In beiden Fällen bleiben die Kosten überschaubar, wie ich Ihnen aufzeigen werde.

Neugerät: Anschaffungskosten, monatliche Grund- bzw. Servicegebühren

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich erstmals ein Kreditkartenlesegerät zuzulegen, fällt in der Regel zunächst eine Einmalgebühr für die Bereitstellung und Konfiguration des Terminals (20 – 30 Euro) an. Darüber hinaus zahlen Sie meist eine monatliche Grund- bzw. Servicegebühr für Miete, Updates und weitere technische Dienstleistung (5 bis 15 Euro). Als weiteren Posten gibt es zusätzliche, optionale Sonderleistungen (Zentrales Clearing, Buchungslisten), die Sie auf individuellen Wunsch mit Ihrem Anbieter ergänzen.

Gerät vorhanden: Transaktionskosten pro Einsatz der Kreditkarte

Egal ob Neugerät oder bestehender Terminal: Wenn Sie Ihr Dienstleister für die Kartenzahlung mit VISA, MasterCard und Co. freischaltet, fallen mit jedem Bezahlvorgang Gebühren an. Diese sogenannten Transaktionskosten werden prozentual vom Zahlbetrag abgezogen. Je nach Anbieter variiert der Prozentsatz (1 bis 3 Prozent). 

Mehr zu Rechenbeispielen und Zahlen: Im Artikel „Kartenzahlung – Kosten für Händler“ finden Sie alles Wissenswerte zu den Kosten der Kreditkartenlesegeräte. Außerdem finden Sie auf der Seite weitere wertvolle Tipps, die Ihre Entscheidung hoffentlich leichter machen. 

Kreditkartenlesegerät: Welches Terminal ist für Sie geeignet?

Falls Sie sich zum ersten Mal ein Kreditkartenlesegerät anschaffen, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Hilfreiche Fragen, die Sie sich in diesem Zusammenhang stellen sollten:

  • Wo kommt Ihr Gerät zum Einsatz?
  • Über welche technische Ausstattung verfügen Sie?
  • Wie oft nutzen Sie das Gerät?

Nachfolgend gebe Ihnen einige Tipps zur Beantwortung der Fragen, die Sie auch bei der Angebotserstellung Ihres Anbieters benötigen.

Stationäres oder mobiles Kartenlesegerät

Kartenterminal Ingenico Desk 5000 Infos Angebot

Die Entscheidung bestimmt zunächst der Einsatzort. Bezahlen Ihre Kunden an einem zentralen Ort in ihrem Geschäft, beispielsweise einer Kassen-Theke, dann können Sie dort das Terminal aufstellen. Dieser wird am Platz verkabelt, mit Stromnetz und LAN-Kabel mit dem Internet verbunden. Sie sollten über ausreichend Platz verfügen, damit Ihr Kunde bequem das Gerät nutzen kann.

Übliche Einsatzorte: Boutiquen, Bäcker, Friseurgeschäfte, Metzger.

Kartenterminal Verifone V400m Angebot Vergleich

Ansonsten ist ein mobiles Kreditkartenlesegerät das richtige für Sie: Hier können Sie das Gerät bequem innerhalb der Netzreichweite (WLAN) nutzen. Gerade in Restaurants oder bei mobilen Verkaufsständen bieten die Terminals große Vorteile. Viele dieser Lesegeräte verfügen sogar über Slots für SIM-Karten, falls die Abdeckung mit WLAN nicht immer gewährleistet ist. Diese „schlauen“ Geräte nutzen das jeweils bestmögliche Netz (4G oder WLAN).

Übliche Einsatzorte: Handwerker (auf Montage), Messe-Stände, Restaurants.

Kreditkartenlesegerät: Jetzt zum Anbieter-Vergleich mit Bewertungen

Ich habe für Sie einen übersichtlichen Anbieter-Vergleich aufgebaut. In der Tabelle können Sie die Daten, Fakten und Konditionen miteinander vergleichen. Lesen Sie zudem Erfahrungsberichte von Nutzern, die aus Ihrem Alltag mit den Geräten berichten. Falls Sie selbst schon mit den Anbietern zu tun hatten: Machen Sie mit, bewerten Sie mit!

Falls mobil: Mit oder ohne Grundgebühr? 

Bei den meisten mobilen Geräten fallen Grundgebühren für Miete und Service an. Die Terminals werden aktuell immer kundenfreundlicher, was das Gewicht, die Tastatur und die Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlung (Karte an Gerät halten) angeht.

Einige Anbieter, auf die Sie bei einer Internet-Suche stoßen werden, werben für Kartenlesegeräte ohne Grundgebühren. Diese modernen, flachen Geräte sind kaum größer als ein kleiner Taschenrechner und verfügen nur über einen Slot für den Einschub der Karte und ein Tastenfeld für die Eingabe der PIN.

Diese Geräte werden für eine fixe Summe (ca. 30 bis 100 Euro) gekauft, eine monatliche Miete entfällt. Doch aufgepasst: Die Transaktionskosten pro Kartenzahlung sind höher. Eine Faustregel kann ich Ihnen direkt mit auf dem Weg geben. Bei monatlichen Umsätzen bis 1.500 Euro können Geräte ohne Grundgebühr durchaus punkten. Bei höheren Umsatzzahlen zahlen Sie am Ende mehr als bei Miet-Terminals.

Außerdem zu beachten: Für die Nutzung der Geräte ohne Grundgebühren ist immer ein Mobiltelefon, Tablet oder Notebook erforderlich. Darauf wird eine App zur Bedienung und Zahlungsabwicklung installiert.

Häufige Fragen zum Thema Kreditkartenlesegerät

Ihr Anbieter. In der Regel entstehen bei der Freischaltung für die Kreditkartenzahlung keine Gebühren. Sie können diesen Service einfach dazu buchen. Kosten entstehen erst bei den Zahlvorgängen mit Kreditkarten (Transaktionskosten). Informieren Sie sich unbedingt bei ihrem Anbieter über die prozentualen Gebühren, die anfallen.

Ihre Kunden können die Kreditkarte kostenfrei nutzen. Gebühren entstehen lediglich auf Händlerseite. Einen genauen Überblick mit Rechenbeispiel erhalten Sie in meinem Artikel „Kartenzahlung – Kosten für Händler“.