Immer mehr Kunden zücken an der Kasse ihr Smartphone anstatt das Portemonnaie, denn das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy hat sich im Alltag der meisten Deutschen fest etabliert. Schnell, sicher und bequem, das sind die Vorteile, die einem meist in diesem Zusammenhang genannt werden. Ich möchte der Sache mit dem folgenden Beitrag genauer auf den Grund gehen und vor allem die Händlerseite ausführlich beleuchten: Was müssen Sie als Ladenbesitzer zum Thema Kartenzahlung mit dem Handy wissen und welche technische Ausstattung ist notwendig, damit Ihre Kunden bei Ihnen an der Ladentheke mit dem Handy bezahlen können?

Bezahlen mit dem Smartphone
Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Warum ist Kartenzahlung bei den Kunden so beliebt?

Es hat ein wenig gedauert bis das Handy als Zahlungsmittel es aus seiner Nische heraus geschafft hat. In anderen europäischen Ländern war das Bezahlen mit der Smartphone auch schon vor der Pandemie ein großes Thema, aber in Deutschland hat Corona dem Bezahlen mit Handy richtig Auftrieb gegeben. Genau wie beim kontaktlosen Bezahlen mit EC-Karte muss erst ab einem Betrag in Höhe von 50 Euro die PIN eingegeben werden. Das heißt der Bezahlvorgang kann wirklich zu einhundert Prozent kontaktlos stattfinden. Was in Zeiten einer globalen Viruspandemie natürlich von großem Vorteil ist. Außerdem gibt es keine schnellere Art des Bezahlens. Der Kunde muss die Bezahlapp lediglich öffnen, sich über seine Face- oder Touch-ID verifizieren und anschließend das Handy an Ihr Kartenlesegerät halten. Schneller geht es wirklich nicht.

Mittlerweile kann man sich als Verbraucher vor lauter Apps, die das Bezahlen mit dem Smartphone möglich machen, kaum noch entscheiden. Was lange Zeit nur über Apple oder Google Pay möglich war, bietet einem heutzutage fast jede Hausbank. Sei es die Sparkasse, Volksbank oder die Hypovereinsbank, sie alle sind auf den Zug des mobilen Bezahlens per Handy aufgesprungen. Das sorgt bei Ihren Kunden natürlich für mehr Vertrauen, sodass viele, die vielleicht noch gezögert haben, Ihre Kreditkarteninformationen an Apple oder Google Pay zu geben, keine Bedenken dabei haben, ihre Girocard-Daten in der mobilen App der eigenen Hausbank zu hinterlegen.

Das wichtigste Argument zum Schluss: Es ist einfach unglaublich praktisch nicht immer seinen ganzen Geldbeutel mit sich herum schleppen zu müssen. Hier nur ein Beispiel mitten aus dem Leben: Um nach dem Joggen Brötchen zu holen, musste man sich früher seine EC-Karte hinter die Handyhülle klemmen und hoffen, dass diese nicht verloren geht. Heute reicht allein das Handy oder die Smartwatch aus, um beim Bäcker seine Sonntagsbrötchen zu bezahlen. Praktisch, sag ich doch.

Wie können meine Kunden bei mir im Geschäft mit dem Handy Bezahlen? 

Die Technologie, die das Bezahlen mit dem Handy ermöglicht, nennt sich im Fachjargon Near Field Communication, oder kurz NFC-Technik. Hinter diesem sperrigen Begriff versteckt sich ein Übertragungsstandard, der das kontaktlose Übertragen von Informationen mittels Radio Frequenz Identifikation erlaubt. Heutzutage kommt kaum noch ein Smartphone auf den Markt, das nicht über diese Technik verfügt. Um auf der anderen Seite der Ladentheke, als Händler oder Restaurantbesitzer eine kontaktlose Bezahlung mit dem Smartphone annehmen zu können, benötigen Sie ein EC-Terminal das ebenfalls über die NFC-Technik verfügt.

Die gute Nachricht lautet, hier sieht es ähnlich aus, wie bei den Smartphones. Es gibt kaum noch Kartenlesegeräte, die nicht über den Kontaktlos-Standard verfügen. Sie können übrigens ganz einfach überprüfen, ob ihr Gerät für das Bezahlen mit dem Handy geeignet ist, indem Sie nach einem kleinen querliegenden wellenförmigen Symbol Ausschau halten. Dieses zeigt an, ob das Gerät über die NFC-Technik verfügt. Liegt Ihnen ein solches Gerät vor, sind Sie technisch bereits ausgestattet und können Bezahlvorgänge mit dem Smartphone genauso annehmen, wie Sie auch kontaktlose Transaktionen mit EC- oder Kreditkarte annehmen würden.

Sollten Sie keine querliegende Welle finden – sprich, Ihr EC-Gerät eignet sich nicht zur Annahme von kontaktlosen Bezahlvorgängen mit dem Smartphone oder Sie besitzen gar kein Kartenlesegerät, kommt hier ein wohlgemeinter Tipp: Es ist allerhöchste Zeit, sich ein EC-Gerät anzuschaffen, das die Annahme von Smartphones und auch Smartwatches als bargeldloses Bezahlmittel ermöglicht. Ansonsten – und ich möchte hier wirklich keine Schwarzmalerei betreiben – werden Ihre Kunden nach und nach zur Konkurrenz gehen, wo Sie mit dem Handy bezahlen können.

NFC-Symbolsatz. Kontaktloses drahtloses Münzzeichen-Logo.

Welche Kartenterminals eignen zur Annahme von Handyzahlungen?

Da die Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen und dem Bezahlen mit Smartphone derzeit von allen Seiten gefragt wird, gibt es heutzutage kaum noch Geräte auf dem Markt, die nicht mit der entsprechenden Technik ausgestattet sind. So verfügen beispielsweise alle EC-Geräte der Bezahlexperten über die NFC-Technik, ohne dass ein Aufschlag für die zusätzliche Schnittstelle berechnet wird. Achten Sie bei anderen Anbietern darauf, dass die NFC-Schnittstelle als technisches Feature aufgelistet wird oder suchen Sie sich einfach eines der hier aufgelisteten Geräte aus:

Verifone V200c

Verifone V200c

Verifone V400m

Verifone V400m

Yomani XR

Yomani XR

Ingenico Move 5000

Ingenico Move 5000

Ingenico Move 3500

Ingenico Move 3500

SumUp

SumUP Lesegerät

Was sind die Vorteile für Sie als Händler, Kartenzahlung mit dem Handy anzunehmen?

Das wohl wichtigste Argument für Sie als Händler Kartenzahlung mit dem Smartphone anzunehmen ist, dass Sie Ihren Kunden damit einen zeitgenmäßen Kundenservice bieten. Ihre Kunden oder Gäste freuen sich nicht nur über die Möglichkeit mit dem Handy zu bezahlen, nein, sie erwarten von Ihnen, dass Sie diesen Service anbieten. Zugegeben, ein bisschen kommt es hier natürlich auch auf Ihre Branche an. Wenn Sie Ihren Hauptumsatz damit machen, der älteren Generation eine Dauerwelle ins Haar zu zaubern, dann können Sie diesen Punkt vielleicht außer Acht lassen.

Aber es gibt noch weitere Argumente, die für jede Branche greifen. Wie zum Beispiel den Hygiene-Aspekt. Nicht nur für den Kunden ist das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy hygienischer, sondern auch für Ihre Mitarbeiter. Bargeld ist nicht nur ein potentieller Überträger von Viren und Krankheiten, sondern macht auch verdammt viel Arbeit. Umso mehr Kunden mit dem Handy bezahlen, umso weniger Zeit geht für umständliches Bargeldhandling am POS und nach Ladenschluss drauf. So sparen Sie als Händler wertvolle zeitliche Ressourcen und Nerven Ihrer Mitarbeiter, die Sie mit Sicherheit an anderer Stelle gut gebrauchen können.

Wie sicher ist das Bezahlen mit Smartphone?

Das Bezahlen mit dem Handy über NFC Technik ist nicht unsicherer als klassische Kartenzahlung mit PIN-Eingabe oder Unterschrift. Streng genommen ist es sogar sicherer, da beim Bezahlen mit dem Smartphone nie die originalen Kartendaten übertragen, sondern nur ein sogenannter Token bzw. Kryptoschlüssel an das EC-Terminal übermittelt wird. So haben Betrüger keine Chance an die Daten ihrer Kunden zu gelangen. Trotzdem, im Falle eines Falles, bleiben Sie als Händler nicht auf den Kosten sitzen. Hier gilt genau wie beim Bezahlen mit der Girocard, im Betrugsfall übernimmt die kartenausgebende Bank die Haftung (sofern Ihr Kunde oder Ihre Kundin rechtmäßig und sorgfältig handelt, also bspw. das Smartphone vor Dritten schützt und Auffälligkeiten bei der Prüfung der Kontoauszüge umgehend der Bank meldet).