Wenn Sie sich das erste Mal über die Anschaffung eines EC Terminals informieren, wird Ihnen auffallen, dass es zahlreiche Geräte in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Ob Sie ein mobiles EC Terminal benötigen oder eine kabelgebundene Variante reicht und ob es die klassische Variante mit fixer Grundgebühr oder eins der moderneren Geräte ohne Fixkosten sein soll, ist gar nicht so leicht herauszufinden. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Anbieter auf ihren jeweiligen Websites natürlich versprechen, dass ihre EC Terminals die besten und passendsten sind. Ich versuche Ihnen den Weg durch diesen Dschungel an Angeboten zu vereinfachen und erkläre Ihnen in dem nachfolgenden Ratgeber sämtliche Details rund um das Thema EC Terminal und wie Sie herausfinden, welches Gerät für Ihre Anforderungen die richtige Wahl ist.

Kartenlesegerät
Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Welche Gerätearten gibt es und was passt am besten zu mir?

Eine erste grundlegende Unterscheidung ist die zwischen klassischen und modernen EC Terminals. Wobei die Verwendung der Begriffe „klassisch“ und „modern“ hier ein wenig irreführend sein könnte. So beziehe ich mich hier weniger auf den technischen Standard, sondern eher darauf wie stark etabliert die Geräte auf dem Markt sind. Mit klassisch meine ich also jene EC Terminals, die Sie wahrscheinlich von Tankstellen oder Supermärkten kennen: Autonom funktionierende EC Geräte, die in den allermeisten Fällen gemietet werden und über einen festen Vertrag abgerechnet werden.  Demgegenüber stehen die modernen Kartenlesegeräte, die es erst seit einigen Jahren im Handel gibt und die nur funktionieren, wenn man Sie mit einem zweiten Gerät, meist einem Smartphone oder Tablet (z.B. einem iPad) koppelt. 

Eindeutiger Vorteil der modernen Geräte ist, dass keine monatlichen Fixkosten anfallen. Allerdings ergibt sich hieraus auch schon der große Nachteil. Denn die variablen Gebühren pro Transaktion sind ohne Vertragsbindung recht hoch, sodass das Lesegerät schon bei geringen Kartenumsätzen im Endeffekt doch teurer ist als die klassische Variante mit Vertrag.

Bei den klassischen EC Terminals zur Miete bestimmten Sie die Länge der Vertragslaufzeit (es gibt je nach Dienstleister Laufzeiten zwischen 1 Monat und 5 Jahren). Der Vertrag besteht dann aus zwei Kostenpunkten – Fixkosten und variablen Kosten. Je nach EC-Terminal liegen die Fixkosten zwischen ca. 12 und 30 Euro. Die variablen Kosten hängen von der Anzahl der Transaktionen und dem per Karte getätigten Umsatz ab.

Klassisches Kartenterminal
Modernes Kartenterminal

Die Faustregel lautet, je mehr Umsätze Sie monatlich über das EC Gerät machen, desto mehr lohnt sich die klassische Variante für Sie und Ihren Betrieb. Außerdem sollten Sie sich die Frage stellen, welche Geräteart besser zu Ihnen und Ihren Mitarbeitern passt. Es bringt nichts, 5 Euro zu sparen, wenn Ihre Mitarbeiter dann mit der Technik nicht zurechtkommen. Bei jedem Vorgang mit einem modernen Lesegerät muss eine Verbindung zu einem Zweitgerät hergestellt werden, um über eine App die Kosten einzugeben. Das ist aufwändig und lässt sich in der Regel schlecht in einen schnellen Betriebsablauf integrieren. Anders sieht es aus, wenn Sie z.B. nur ein kleines Café haben mit ein bis zwei Mitarbeitern, die sich dann bestens mit dem Gerät auskennen.

In Sachen klassische EC Terminals sind die Geräte des Anbieters Bezahlexperten gut geeignet für diejenigen, die auf eine einfache Bedienung Wert legen und einen monatlichen Umsatz mit Kartenzahlung ab 2.000 Euro und mehr erzielen. Für alle anderen stellen die modernen kleinen Kartenleser von Anbietern wie iZettle oder SumUp sinnvolle Alternativen dar. 

Mobil oder stationär?

Während die modernen Geräte alle mobil, also unabhängig von Strom- oder Netzwerkkabeln (aber nicht von Smartphone oder Tablet) sind, gibt es natürlich auch bei den klassischen EC Terminals mobile Lösungen, um z.B. beim Gast am Tisch kassieren zu können. Die mobilen Terminals eignen sich logischerweise besonders in der Gastronomie, aber auch auf Messen oder wenn Sie als Handwerker im Außendienst arbeiten und bei Ihren Kunden zu Hause abkassieren möchten. Die portablen Geräte verfügen über starke Akkus, die – abhängig von der Anzahl der geleisteten Transaktionen – mehrere Tage halten und bequem über eine Ladeschale aufgeladen werden können. 

Wenn ein mobiles Kartenlesegerät nicht unbedingt notwenig für Ihren Betrieb ist, da Sie einen festen Kassenplatz haben, dann empfehle ich Ihnen ein stationäres EC Terminal, das mit Strom- und LAN-Kabel verbunden und an einem festen Ort neben der Kasse aufgestellt wird. Diese Geräte sind ein wenig günstiger und schneller in der Abwicklung als die meisten portablen Geräte. 

stationäres Kartenterminal
Mobiles Kartenterminal

Welche EC Terminals sind empfehlenswert?

Ich habe die meines Erachtens besten Geräte in der nachfolgenden Übersicht zusammengestellt. Zur groben Orientierung: Das V200c ist eine gute und günstige Wahl, wenn Sie ein stationäres EC Terminal benötigen, einen DSL-Anschluss und Strom in der Nähe des Kassenplatzes haben. Eine gute Alternative ist das Desk 5000 mit WLAN. Bei den mobilen Geräten haben Sie eine große Auswahl guter Terminals wie beispielsweise das Verifone V400m oder die mobile Variante von SumUp ohne Vertrag.

Verifone V200c

Verifone V200c

Verifone V400m

Verifone V400m

Yomani XR

Yomani XR

Ingenico Move 5000

Ingenico Move 5000

Ingenico Desk 5000

Ingenico Desk 5000

SumUp

SumUP Lesegerät

EC Terminals: Übersichtlicher Anbieter-Vergleich

In der Tabelle finden Sie Daten, Fakten und Konditionen verschiedener Anbieter von EC Terminals. Wenn Sie mehr zu dem jeweiligen Anbieter wissen möchten, klicken Sie auf das entsprechende Logo bzw. auf „mehr Infos“. Über den Button „zur Website“ gelangen Sie direkt zu dem jeweiligen Dienstleister.

  • Testsieger
    Bezahlexperten
  • iZettle
  • SumUp
Testsieger
Bezahlexperten
iZettle
SumUp
Bewertungen
4.7
Rated 4.7 out of 5
4.7 von 5 Sternen (basierend auf 16 Bewertungen)

mehr Infos

3.6
Rated 3.6 out of 5
3.6 von 5 Sternen (basierend auf 11 Bewertungen)

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3.7
Rated 3.7 out of 5
3.7 von 5 Sternen (basierend auf 18 Bewertungen)

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Basis-KonditionenKartenterminals ab 6,99 Euro pro Monat (Miete), zzgl. Service-Gebühr ab 5,99 pro Monat, einmalig 24,99 Euro (Einrichtung)iZettle Reader 2:
29 Euro (Kauf)
SumUp Air, 29 Euro / SumUp 3G, 99 Euro (Kauf)
Transaktionskosten / Händlerentgelteab 7 Cent pro Transaktion / EC-Karte 0,25 Prozent / Kreditkarten ab 1,09 Prozent EC-Karte 0,95 Prozent / Kreditkarten 2,75 ProzentEC-Karte 0,9 Prozent / Kreditkarten 1,9 Prozent
Kosten-Beispiel für Zahlung von 50 Euro (EC-Karte / Kreditkarte)EC = 19,5 Cent / Kreditkarte ca. 55 Cent (plus anteilig die monatichen Fixkosten)EC = 47,5 Cent / Kreditkarte = 1,38 EuroEC = 45 Cent / Kreditkarte = 95 Cent
FunktionsweiseAll-in-One-Gerät mit integriertem Bon-Drucker, Anschluss per Schnittstelle an KassensystemeBluetooth-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder TabletBluetooth- bzw. 3G-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder Tablet
Benötige Software / AppSystemsoftware vorinstalliert, für sofortigen Einsatz eingerichtetDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOSDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOS
ZubehörWeitere Hardware nicht benötigt / Zusatzleistungen wie Buchungslisten zubuchbarU. a. iZettle Halter, Belegdrucker, Barcodescanner, Kassenlade mit erweiterter Software (Gesamtpreis bis zu 381 Euro für Komplett-Set)U.a. Tablet Ständer, Scanner, Bondrucker, Kassenschublade, POS-Komplett-Kassensystem (ab 646 Euro)
zur Webseitezur Webseitezur Webseite

Zusammenfassung der Vergleichs-Tabelle:

Die Terminals des Testsiegers Bezahlexperten sind für alle geeignet, die unkomplizierte Kartenlesegeräte suchen und einen regelmäßigen vierstelligen (oder höheren) Umsatz erzielen. Für alle, die erstmal geringere Umsätze erwarten und die Anschaffungskosten gering halten wollen, sind die Geräte von iZettle oder SumUp eine geeignete und moderne Alternative. Allerdings können hier schnell weitere Kosten entstehen, wenn entsprechende Hardware (Smartphone oder Tablet) dazu gekauft werden muss.

Welche Kosten entstehen Ihnen?

Aus der Vergleichs-Tabelle wird ersichtlich, dass es immer variable Kosten pro Kartenzahlung und bei einem Teil der EC Terminals auch fixe monatliche Kosten – wie beispielsweise bei dem Payment-Dienstleister Bezahlexperten gibt. Beim den Kauf-Geräten von iZettle, SumUp oder anderen Anbietern entfallen die fixen Kosten – dafür sind die variablen Gebühren höher. Im folgenden möchte ich gerne ein wenig erläutern, wie sich die in der Tabelle aufgeführten Kosten zusammen setzen.
  • EC Terminal Miete: Variiert je nach ausgewähltem Gerät. Mobile Terminals sind dabei etwas teurer als stationäre.
  • Servicegebühr: Ist bei manchen Dienstleistern separat ausgewiesen, bei anderen in der monatlichen Miete enthalten.
  • Zentrales Clearing: Wird entweder in die Transaktionsgebühren einberechnet, zusätzlich auf jede Transaktion aufgeschlagen oder mit einem monatlichen Festpreis berechnet.
  • EC-Kartenzahlung mit PIN-Eingabe statt Lastschrift: Es fallen mindestens 0,19% von der Summe als Gebühren an. In der Regel kommen da noch geringe Zuschläge dazu, sodass man bei 0,23 – 0,30% landet.
  • Gebührensätze für Kreditkarten: Für Visa und MasterCard liegen die Gebühren bei ca. 0,89% der Transaktionssumme; zzgl.  verschiedene Zuschläge liegt man am Ende bei 1,3 – 2,5%.
  • Achtung: Bei den Kartenterminals ohne monatliche Grundgebühr verdienen die Anbieter pro Transaktion. Dementsprechend sind die variablen Kosten hier deutlich höher: Eine EC-Zahlung kann bis zu 0,95% vom Umsatz kosten, eine Kreditkartenzahlung bis zu 3 %.
In meinem Artikel Kosten für Händler habe ich alle anfallenden Kosten übersichtlich nebeneinander gestellt und zeige Ihnen anhand von verschiedenen Rechenbeispielen genau, welche Kosten Ihnen durch ein EC Terminal entstehen.

Worauf sollte man beim Preisvergleich noch achten?

Der Markt ist groß und unübersichtlich, gerade im Internet gibt es viele verlockende Angebote zu entdecken. Es gibt Dienstleister, die bieten ein EC Terminal schon für weniger als 2 Euro monatliche Mietgebühr an. Wie kann das sein? Wie so oft im Leben heißt es auch hier: „Geschenkt gibt es nichts“. Selbstverständlich wollen alle Dienstleister möglichst viele Kunden und damit Einnahmen generieren. Wer also mit Lockangeboten von 2 Euro EC Terminal Miete wirbt, muss die Kosten an anderer Stelle wieder reinholen. Als Hintergrund-Info: Die aktuellen EC Terminals kosten im Einkauf zwischen 150 und 500 Euro – bei einem zweijährigen Mietvertrag mit einer EC Terminal Miete von 2 Euro verdient der Anbieter also ganze 48 Euro. Dass sich das nicht lohnt, liegt auf der Hand und somit müssen die Einnahmen über andere Gebühren reingeholt werden. Sie sollten daher unbedingt die AGB durchlesen, um versteckte Kosten zu finden. Ein weiterer Trick, um die Kosten niedrig zu halten, ist es, veraltete EC Terminals oder welche, die schon mehrere Jahre benutzt wurden, anzubieten. In meiner Übersicht sind nur die derzeit empfehlenswerten und aktuellen EC Terminals aufgeführt. Wenn Sie ein zukunftsfähiges Gerät haben wollen, sollten Sie sich kein altes Gerät wie z.B. das Ingenico iPP480, iCT220 oder iWL250 anschaffen.

Typische weitere Fragen und Antworten

Bestimmt haben Sie noch weitere Fragen rund um die Anschaffung von Kartenzahlungen bzw. zum EC Terminal. Ich versuche, die klassischen Fragen zu beantworten:

Die Kosten für ein EC-Kartenlesegerät setzen sich zusammen aus variablen Kosten (abhängig von der Anzahl der monatlichen EC- und Kreditkartentransaktionen), fixen Kosten (monatliche Miete + Servicegebühr) sowie einer einmaligen Gebühr für die Bereitstellung und Konfiguration des Geräts. Mehr Infos erhalten Sie in meinem Artikel „Kartenzahlung – Kosten für Händler“.

Normalerweise wird Ihnen das Terminal vorkonfiguriert zugeschickt und Sie schließen es selber an. Das ist wirklich nicht schwierig und geht ruckzuck. Bei seriösen Dienstleistern wie den Bezahlexperten gibt es auch eine kostenlose Technik-Hotline, die sämtliche Fragen beantworten und auch eine Einweisung in die Bedienung des Geräts geben kann.

Beim Lastschriftverfahren unterschreiben die Kunden auf dem Belegbon und geben somit ihr Einverständnis, dass das Geld von ihrem Konto abgebucht wird. Hat man keinen zusätzlichen Vertrag mit dem Dienstleister geschlossen, wird bei dieser Variante nicht geprüft, ob das Konto des Kunden gedeckt ist. Zudem hat er die Möglichkeit, das Geld noch sechs Wochen lang zurückbuchen zu lassen. Daher spricht man auch von einer „ungesicherten Lastschrift“.

Bei der Kartenzahlung mit Pin-Eingabe erfolgt direkt eine Prüfung, ob das Geld auf dem Konto des Kunden verfügbar ist. Falls ja, wird es auch umgehend reserviert und kann nicht mehr im Geschäft nebenan ausgegeben werden. Als Händler haben Sie so die Sicherheit, auf jeden Fall Ihr Geld zu bekommen. Nachteil: Es fallen dafür die oben genannten EC Gebühren (EC Händlerentgelt) an.

Normalerweise erhalten Sie das Geld binnen weniger Tage. Es gibt allerdings keine allgemeingültige Regel. Grundsätzlich erstellt das Kartenlesegerät am Abend einen Kassenschnitt und leitet damit die Abwicklung über den Dienstleister ein, der das Geld von den Konten Ihrer Kunden abbucht. Meistens leitet Ihr Dienstleister dann den Betrag innerhalb weniger Stunden an Ihre Bank weiter. Je nach Abwicklungsgeschwindigkeit Ihrer Hausbank haben Sie das Geld womöglich schon am nächsten Tag auf dem Konto.

Kreditkarten-Überweisungen können etwas länger dauern und werden in einigen Fällen nur einmal pro Woche überwiesen. Sicher ist, dass Sie nicht wochenlang auf Ihr Geld warten müssen, sondern es relativ schnell (innerhalb weniger Tage) erhalten.

Na klar. In den meisten Fällen ist die Aufschaltung von Kreditkarten kostenlos und es fallen auch keinerlei Grundgebühren, sondern nur umsatzabhängige Provisionen an.