Mit einem Marktanteil von mehr als 50 % ist die EC Karte das beliebteste elektronische Zahlungsmittel in Deutschland. Entsprechend gibt es eine Vielzahl von EC-Kartenlesegeräten zum bargeldlosen Bezahlen. Doch wie funktioniert ein EC-Kartenlesegerät eigentlich und was sollten Sie grundsätzlich vor der Anschaffung wissen und beachten? Außerdem finden Sie hier einen kostenlosen Anbietervergleich, der Ihnen hilft, das für Sie passende Kartenlesegerät zu finden.

Kartenterminal auf Tresen in der Gastronomie
Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


So funktioniert die Zahlung am Kartenlesegerät mit PIN und Unterschrift

Können Sie sich noch erinnern, wann Sie  das letzte Mal an der Supermarktkasse einen Bon unterschrieben haben? Vermutlich ist das schon eine ganze Weile her. Das liegt daran, dass das sogenannte Elektronische Lastschrift Verfahren bei der der Kunde sein Einverständnis zum Zahlungseinzug per Unterschrift auf dem Bon gibt immer mehr von der Zahlung mit PIN verdrängt wird. 

Aber eins nach dem anderen, wir wollen ja den gesamten Prozess der EC-Kartenzahlung durchschauen. Dafür ist es zunächst wichtig zu verstehen, dass das Terminal die Verbindung zwischen Ihnen als Händler und der Bank Ihres Kunden herstellt. Entscheidet sich Ihr Kunde mit Karte zu bezahlen und steckt seine Karte in das Lesegerät ein, gibt es nun zwei Verfahren, wie die Anfrage zur EC-Kartenzahlung die Bank des Kunden erreichen kann: Per PIN-Eingabe (Electronic Cash-Verfahren) oder eben über die heutzutage kaum noch genutzte Lastschrift per Unterschrift auf dem Bon (Elektronisches Lastschrift Verfahren).

Zahlung mit PIN

Kartenzahlung anbieten: EC Cash Verfahren

Zahlung mit Unterschrift

Kartenzahlung anbieten: ELV Verfahren Lastschrift

PIN Verfahren ist sicherer und günstiger

EC-Kartenzahlung mit PIN-Eingabe ist die sichere Variante, weil hier direkt geprüft wird, ob das Geld auch tatsächlich auf dem Konto des Kunden verfügbar ist. Im Gegensatz dazu findet beim Lastschrift Verfahren keine Prüfung statt, es wird darauf „vertraut“, dass das Kundenkonto für die Transaktion gedeckt ist. Der Kunde bestätigt mit seiner Unterschrift lediglich das Einverständnis zur Abbuchung.

Zudem ist das PIN Verfahren auch günstiger. Für das direkte Überprüfen und Abbuchen vom Konto wird heutzutage nur noch ein kleiner prozentualer Anteil (ca. 0,2 - 0,3 %) vom Zahlbetrag fällig, welcher vom Händler getragen wird.

Mit welchen Karten funktionieren die Lesegeräte? 

Jedes Kartenlesegerät zum Bezahlen besitzt die Fähigkeit, Zahlungen mit EC Karte entgegenzunehmen. Die EC Karte ist hierzulande das meistgenutzte elektronische Zahlungsmittel, aber auch die Kreditkarte verbreitet sich immer mehr. Die gute Nachricht: Sie brauchen kein gesondertes Kreditkartenlesegerät, denn jedes Kartenlesegerät, das EC Karten lesen kann, kann auch Kreditkarten lesen – Sie als Händler müssen ihr Gerät lediglich dafür freischalten lassen. Die Freischaltung ist kostenlos, allerdings ist die Annahme von Kreditkarten pro Transkation etwas teurer als „normale“ Girocard Buchungen. Ich würde Ihnen dennoch immer empfehlen Ihr EC-Kartenlesegerät für mindestens Master- und Visa Card freischalten zu lassen, da der Gebrauch von Kreditkarten auch in Deutschland zunimmt. 

Darüber hinaus sind die meisten, heutzutage im Handel verfügbaren Terminals mit einer sogenannten Near Field Communication (NFC) Schnittstelle ausgestattet. Verfügen Kartenlesegerät und Karte über die NFC Technik, funktioniert der Bezahlvorgang kontaktlos. Der Kunde muss seine Karte dann lediglich vor das Kartenlesegerät halten und  bei Beträgen bis zu 50 Euro ist dieses Verfahren sogar ohne PIN-Eingabe möglich  – mit der gewohnten Sicherheit des EC-Verfahrens versteht sich.

Eine weitere Bezahlmethode, die sich mehr und mehr etabliert, ist das Bezahlen mit dem Smartphone. Ist Ihr Terminal für die Annahme von Kreditkarten freigeschaltet und verfügt über eine NFC Schnittstelle,  wird auch das  kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone an Ihrem Lesegerät funktionieren. 

Anbietervergleich

Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Bewertungen und Konditionen der verschiedenen Anbieter in meinem Vergleich. Alle Geräte der Bezahlexperten verfügen über die oben genannte NFC Schnittstelle zum kontaktlosen Bezahlen und können kostenlos für die Annahme von Kreditkarten freigeschaltet werden.

Während es beim Anbieter Bezahlexperten klassische EC Geräte zur Miete gibt, muss bei iZettle und SumUp gekauft werden. Die Kaufgeräte dienen lediglich dem „reinen Lesen“ der Karte, d.h. sie sind von einem Zweitgerät (Smartphone, Tablet) abhängig, das zusätzlich erworben werden muss. Außerdem gilt es zu beachten, dass die Kaufgeräte bei vielen monatlichen Transaktionen teurer als die Geräte zur Miete sind.

  • Testsieger
    Bezahlexperten
  • iZettle
  • SumUp
Testsieger
Bezahlexperten
iZettle
SumUp
Bewertungen
4.7
Rated 4.7 out of 5
4.7 von 5 Sternen (basierend auf 16 Bewertungen)

mehr Infos

3.6
Rated 3.6 out of 5
3.6 von 5 Sternen (basierend auf 11 Bewertungen)

mehr Infos

3.7
Rated 3.7 out of 5
3.7 von 5 Sternen (basierend auf 18 Bewertungen)

mehr Infos

Basis-KonditionenKartenterminals ab 6,99 Euro pro Monat (Miete), zzgl. Service-Gebühr ab 5,99 pro Monat, einmalig 24,99 Euro (Einrichtung)iZettle Reader 2:
29 Euro (Kauf)
SumUp Air, 29 Euro / SumUp 3G, 99 Euro (Kauf)
Transaktionskosten / Händlerentgelteab 7 Cent pro Transaktion / EC-Karte 0,25 Prozent / Kreditkarten ab 1,09 Prozent EC-Karte 0,95 Prozent / Kreditkarten 2,75 ProzentEC-Karte 0,9 Prozent / Kreditkarten 1,9 Prozent
Kosten-Beispiel für Zahlung von 50 Euro (EC-Karte / Kreditkarte)EC = 19,5 Cent / Kreditkarte ca. 55 Cent (plus anteilig die monatichen Fixkosten)EC = 47,5 Cent / Kreditkarte = 1,38 EuroEC = 45 Cent / Kreditkarte = 95 Cent
FunktionsweiseAll-in-One-Gerät mit integriertem Bon-Drucker, Anschluss per Schnittstelle an KassensystemeBluetooth-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder TabletBluetooth- bzw. 3G-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder Tablet
Benötige Software / AppSystemsoftware vorinstalliert, für sofortigen Einsatz eingerichtetDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOSDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOS
ZubehörWeitere Hardware nicht benötigt / Zusatzleistungen wie Buchungslisten zubuchbarU. a. iZettle Halter, Belegdrucker, Barcodescanner, Kassenlade mit erweiterter Software (Gesamtpreis bis zu 381 Euro für Komplett-Set)U.a. Tablet Ständer, Scanner, Bondrucker, Kassenschublade, POS-Komplett-Kassensystem (ab 646 Euro)
zur Webseitezur Webseitezur Webseite

Stationär oder mobil – was sind die jeweiligen Vorteile und Nachteile?

In Geschäften, die einen stationären Kassenplatz haben (z.B. Supermarkt oder Tankstelle), macht es natürlich auch Sinn das EC-Kartenlesegerät an einem festen Ort griffbereit zu haben.  Anders sieht es beispielsweise in Restaurants aus. Hier erwarten Ihre Kunden, dass das EC-Gerät zu ihnen an den Tisch kommt. So ist es sehr stark von Ihrer Branche und den individuellen Gegebenheiten in Ihrem Betrieb abhängig, ob sich ein mobiles oder ein stationäres Terminal besser für Sie eignet.

In Ihrer Funktion unterscheiden sich die mobilen und stationären Geräte nur marginal. So verfügen die meisten gängigen EC Terminals – ob mobil oder stationär –  über ein Eingabefeld für die PIN bzw. der Geldbeträge, ein LED-Display und einen integrierten Bon-Drucker. Im folgenden habe ich für Sie noch einmal ausführlich gegenüber gestellt, wie mobile EC Kartenlesegeräte im Vergleich zu stationären funktionieren und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile liegen. 

Das zeichnet stationäre Kartenlesegeräte aus

Diese Kartenlesegeräte befinden sich an einem festen Ort. Sie sind per Kabel mit Strom und Internet verbunden und eigenen sich für alle Geschäfte, bei denen der Bezahlort des Kunden fest definiert ist. Bestes Beispiel ist wie schon oben erwähnt, der Supermarkt oder eine Tankstelle. Die Entscheidung für ein stationäres EC Terminal geht üblicherweise mit der Entscheidung für einen Anbieter für Mietgeräte einher. 

Das zeichnet mobile Kartenlesegeräte aus

Handlichkeit steht bei diesen tragbaren Geräten mit Akku im Vordergrund. Per WLAN, Bluetooth oder SIM-Karte wird eine Verbindung zum Internet hergestellt. Weit verbreitet sind diese technisch ausgereiften Terminals im Gastronomie-Bereich. Aber auch auf Messen oder bei Händlern, die auf Kundenbesuch sind, können sie zum Einsatz kommen.

Mobile Kartenlesegerät zum Kauf

Diese Modelle lesen tatsächlich nur die Karte und verfügen über Tasten zur PIN-Eingabe. Die gesamte Zahlung wird per App auf einem mit Bluetooth gekoppelten Zweitgerät (Smartphone, Tablet) abgewickelt. Zudem setzen die Anbieter dieser Geräte auf ein anderes Kostenmodell (Kauf des Geräts, etwas höhere Transaktionskosten). Ideal geeignet ist das Gerät für Alle, die ein Business gründen (geringe Umsatzerwartung) oder nur saisonal tätig sind (da keine Mietgebühr).

Kartenlesegeräte im Überblick

Ich habe für Sie sechs Modelle verschiedener Hersteller herausgesucht. Es sind sowohl stationäre als auch auch mobile Terminals, das heißt EC Geräte, die über eine WLAN Verbindung oder Handy SIM Karte funktionieren, dabei. 

Stationäre Kartenlesegeräte

Verifone V200c

Meine Empfehlung als Preis-Leistungssieger, wenn Sie einen DSL-Anschluss haben und keine besonderen Zusatzfunktionen benötigen.

Yomani XR

Dieses Terminal eignet sich vor allem für Unternehmen, die das Kartenterminal mit der Kasse verbinden.

Ingenico Desk 5000

Meine Empfehlung als Allroundgerät für einen flexiblen Einsatz ohne Kabelsalat.

Mobile Kartenlesegeräte

Verifone V400m

Ebenfalls ein sehr gutes Kartenterminal. Funkt mit WLAN, 4G oder auch Bluetooth.

Ingenico Move 5000

Der Allround-Sieger. Sehr modernes Gerät, kann WLAN und 4G und hat alle Funktionen, die man braucht.

SumUp

Kleiner, handlicher Kartenleser, der mit App und Zweitgerät betrieben wird. 

Weitere Fragen und Antworten rund um Kartenlesegeräte zum Bezahlen

Die Kosten für ein EC-Kartenlesegerät setzen sich zusammen aus variablen Kosten (abhängig von der Anzahl der monatlichen EC- und Kreditkartentransaktionen), fixen Kosten (monatliche Miete + Servicegebühr) sowie einer einmaligen Gebühr für die Bereitstellung und Konfiguration des Geräts. Mehr Infos erhalten Sie in meinem Artikel „Kartenzahlung – Kosten für Händler“.

Achten Sie darauf, dass Sie ein neues oder neuwertiges Terminal mieten. Einige Anbieter motzen Alt-Geräte wieder auf (Refurbishing) oder stellen Auslaufmodelle zu stark rabattierten Preisen ins Netz. Daher prüfen Sie genau, welche Modelle Ihnen angeboten werden. Auf meiner Seite finden Sie immer wieder Informationen zu den neusten Kartenlesegeräten. Daran können Sie sich orientieren.

Außerdem sollte Ihnen der Anbieter alle Kosten transparent offenlegen. Dennoch lohnt immer der Blick in die AGB auf das so genannte „Kleingedruckte“.

Bei der Miet-Version wird das Kartenlesegerät vom Anbieter eingerichtet. Sie packen das Gerät aus, verbinden es mit dem Internet (per Kabel oder drahtlos) und schon geht es los. Die Terminals sind nutzerfreundlich und für Sie und Ihre Mitarbeiter einfach zu bedienen. Und wenn nicht: Seriöse Anbieter wie die Bezahlexperten verfügen über eine hervorragende Service-Hotline, die bei Fragen unterstützt.

Bei den Kaufgeräten ist die Inbetriebnahme etwas aufwendiger, da Sie hier Kartenlesegerät, Zweitgerät (Smartphone oder Tablet) und App koppeln müssen. Ist dies erledigt, ist die Bedienung auch recht komfortabel. Nur die Einweisung Ihrer Mietarbeiter könnte sich etwas aufwendiger gestalten aufgrund der verschiedenen Komponenten.

Selbstverständlich. Alle Geräte lassen sich verbinden. Dazu wenden Sie sich in der Regel an den Dienstleister Ihres Kassensystems, der die Einrichtung vornimmt.