Sie wollen ein EC Gerät kaufen? Dann habe ich gleich eine gute Nachricht für Sie: Das müssen Sie gar nicht. Die meisten Anbieter vermieten die Kartenlesegeräte gegen eine geringe monatliche Gebühr – wobei für einige auch ein Kauf-Gerät Sinn machen kann. Wann das so ist, erfahren Sie auf dieser Seite anhand von anschaulichen Rechenbeispielen. 

Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


EC Gerät kaufen – oder besser mieten?

Die meisten EC Geräte müssen Sie gar nicht kaufen, sie können ein EC Gerät mieten.  Der Kauf wäre auch teuer. Denn die neuen, hochmodernen Terminals kosten je nach Ausführung zwischen 300 und 600 Euro. Dafür erhalten Sie ein Kartenlesegerät mit PIN-Eingabefeld, mehrfarbigem LED-Display und die Funktion, dass Kundenbelege ausgedruckt werden können. Die Geräte sind als stationäre und mobile Varianten erhältlich.

Ausnahme bilden kleine, mobile EC Geräte, die Sie tatsächlich kaufen können. Was die Unterschiede sind und was sich für Sie lohnt, zeige ich Ihnen nachfolgend auf.

EC Gerät mieten – meist genau richtig

Die meisten Anbieter verlangen für hochwertige, moderne Geräte mit der neusten Technik eine überschaubare monatliche Grundgebühr während der vereinbarten Vertragslaufzeit. Darin sind in der Regel Miete und Serviceleistungen erhalten. Für die Einrichtung des Geräts berechnet Ihr Anbieter zusätzlich eine kleine Gebühr – einmalig. 

Variable Kosten kommen hinzu

Im Einsatz kommen dann noch die variablen Kosten hinzu: Erstens, eine Gebühr pro Transaktion, die im Cent-Bereich liegt, die sogenannten Transaktionsgebühren. Und zweitens, ein prozentualer Anteil des gebuchten Betrags – bei Kreditkarten ist dieser etwas höher.

Ein EC Gerät zu mieten ist der klassische Weg Kartenzahlung anzubieten.

Ein Vorteil der Mietgeräte liegt auch in der einfachen Handhabung: Das Gerät wird Ihnen konfiguriert zugestellt. Die Erst-Installation ist einfach, Unterstützung gibt es ansonsten per Hotline. Auch der Betrieb der Geräte ist kinderleicht und unaufwendig – für Sie und Ihre Mitarbeiter.

Kostenüberblick Gerätemiete

  • Einrichtungskosten (einmalig): ca. 20 – 30 Euro
  • Fixkosten (Miete + Service, monatlich): ca. 10 – 20 Euro
  • eventuell Zusatzleistungen (optional monatlich): ca. 1 – 7 Euro
  • Transaktionsgebühr: 6 – 15 Cent pro Transaktion
  • EC-Karte: 0,20 bis 0,30 % pro Abbuchung
  • Kreditkarte: 1 – 3 % pro Abbuchung

EC Gerät kaufen – im Einzelfall zu empfehlen

Es gibt einige junge Unternehmen, wie SumUp oder Zettle, die kleine, mobile EC Geräte zum Kauf und ohne monatliche Miete anbieten. Das Gerät selbst dient zum Auslesen der Karte und Eingabe der PIN.

Zur Benutzung dieser Kaufgeräte benötigen Sie ein Smartphone oder Tablet, auf dem eine App installiert ist. Über diese Software wird die Zahlung abgewickelt. Die Gebühren für die Transaktionen (variable Kosten) sind bei diesen Anbietern in der Regel höher. Zudem müssen Sie eventuell noch ein zweites Gerät (Smartphone, Tablet) anschaffen. Die Erst-Installation ist etwas aufwendiger, die Bedienung gerade für diejenigen, die nicht technisch affin sind, etwas fordernder. Mit einer gewissen Routine spielen sich aber auch hier die Abläufe ein.

Entscheidungshilfe: EC Gerät kaufen oder mieten?

Mit dem folgenden Anbieter-Vergleich und Rechenbeispielen will ich eine Faustregel etablieren:

Je höher ihr monatlicher Umsatz mit Ihrem EC Gerät ist, umso mehr Kostenvorteile bieten die klassischen Mietgeräte gegenüber den EC Geräten zum Kaufen.

Ungefähr bei 1.500 bis 2.000 Euro liegt die magische Grenze.

Anbieter-Vergleich mit Bewertungen

Hier finden Sie einen Vergleich von Anbietern von EC Geräten. Bei Bezahlexperten kann man diese mieten, Zettle und SumUp haben sich auf den Kauf spezialisiert. Welche Option für Sie die Beste ist, finden Sie am einfachsten heraus, indem Sie die Konditionen, Erfahrungsberichte und Vertragsdetails vergleichen.

  • Testsieger
    Bezahlexperten
  • Zettle
  • SumUp
Testsieger
Bezahlexperten
Zettle
SumUp
Bewertungen
4.8
Rated 4.8 out of 5
4.8 von 5 Sternen (basierend auf 22 Bewertungen)

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3.6
Rated 3.6 out of 5
3.6 von 5 Sternen (basierend auf 14 Bewertungen)

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3.1
Rated 3.1 out of 5
3.1 von 5 Sternen (basierend auf 25 Bewertungen)

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Basis-KonditionenKartenterminals ab 6,99 Euro pro Monat (Miete), zzgl. Service-Gebühr ab 5,99 pro Monat, einmalig 24,99 Euro (Einrichtung)Zettle Reader 2:
29 Euro (Kauf)
SumUp Air, 29 Euro / SumUp 3G, 99 Euro (Kauf)
Transaktionskosten / Händlerentgelteab 7 Cent pro Transaktion / EC-Karte 0,25 Prozent / Kreditkarten ab 1,09 Prozent EC-Karte 0,95 Prozent / Kreditkarten 2,75 ProzentEC-Karte 0,9 Prozent / Kreditkarten 1,9 Prozent
Kosten-Beispiel für Zahlung von 50 Euro (EC-Karte / Kreditkarte)EC = 19,5 Cent / Kreditkarte ca. 55 Cent (plus anteilig die monatichen Fixkosten)EC = 47,5 Cent / Kreditkarte = 1,38 EuroEC = 45 Cent / Kreditkarte = 95 Cent
FunktionsweiseAll-in-One-Gerät mit integriertem Bon-Drucker, Anschluss per Schnittstelle an KassensystemeBluetooth-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder TabletBluetooth- bzw. 3G-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder Tablet
Benötige Software / AppSystemsoftware vorinstalliert, für sofortigen Einsatz eingerichtetDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOSDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOS
ZubehörWeitere Hardware nicht benötigt / Zusatzleistungen wie Buchungslisten zubuchbarU. a. Zettle Halter, Belegdrucker, Barcodescanner, Kassenlade mit erweiterter Software (Gesamtpreis bis zu 381 Euro für Komplett-Set)U.a. Tablet Ständer, Scanner, Bondrucker, Kassenschublade, POS-Komplett-Kassensystem (ab 646 Euro)
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Zusammenfassung der Vergleichs-Tabelle:

Die Terminals des Testsiegers Bezahlexperten sind für alle geeignet, die unkomplizierte EC Geräte suchen und einen regelmäßigen vierstelligen (oder höheren) Umsatz erzielen.

Für alle, die erstmal geringere Umsätze erwarten und die Anschaffungskosten gering halten wollen, sind die Geräte von Zettle oder SumUp eine geeignete und moderne Alternative. Allerdings können hier schnell weitere Kosten entstehen, wenn entsprechende Hardware dazu gekauft werden muss. Auch die Bedienung per App auf einem Zweitgerät ist zu beachten bei der Anschaffung.

Weiterlesen: Kartenzahlung für kleine Unternehmen

Sie haben ein Unternehmen neu gegründet oder überlegen, Ihren Kunden die Kartenzahlung anzubieten? Schauen Sie in meinen Artikel Kartenzahlung für kleine Unternehmen. Die Informationen dort sind eine super Starthilfe, wenn man sich nicht nicht in der Welt der Kartenzahlung auskennt.

Beliebte EC Geräte

Um nicht nur bei der Theorie zu bleiben: Hier finden Sie eine Übersicht aktueller Modelle verschiedener Hersteller, die ich Ihnen empfehlen kann. Mit einem Klick auf die Gerätebeschreibung erfahren Sie noch mehr Details zu den hier präsentierten Terminals.

Verifone V200c

Verifone V200c

Ingenico Desk 5000

Ingenico Desk 5000

Yomani XR

Yomani XR

Ingenico Move 5000

Ingenico Move 5000

Zettle

iZettle leser

SumUp

SumUP Lesegerät

Rechenbeispiele: Wann lohnt es sich ein EC Gerät zu kaufen?

Geräte mit Grundgebühr mieten Sie, Geräte ohne Gebühr werden gekauft. Was für Sie von Vorteil ist, spielen wir anhand der nachfolgenden Szenarien mit Rechenbeispielen durch. Schnell werden Sie erkennen:

Die konkreten Kostenvorteile bei Kauf- und Mietgeräten hängen von Ihrem Umsatz ab!

Für lohnt sich der Kauf eines EC Gerät? – Fazit aus den Rechenbeispielen

Die drei Rechenbeispiele haben gezeigt: Ein Kauf lohnt finanziell nur dann, wenn wenige Zahlungen mit Karte erwartet werden bzw. der Umsatz mit Kartenzahlung eher gering ausfällt. Die kleine Boutique in unserem Beispiel kann mit einem Kaufgerät monatlich Kosten einsparen. Beim Friseursalon nähern sich die Preise schon stark an und das Restaurant mit höheren Kartenumsätzen fährt mit einer Terminalmiete besser. 

Es handelt sich hierbei um Beispiele, die in der Praxis natürlich abweichen können. 

Beachten Sie bei Ihrer eigenen Berechnung auch, dass bei den Kaufgeräten ohne Grundgebühr zu den Monatskosten noch Einmalkosten für den Kauf des Geräts hinzukommen und ein Tablet oder Smartphone benötigt wird. Des Weiteren sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass Kartenzahlung kein Trendthema ist, sondern Standard wird. Schon vor der Coronapandemie wurde in Deutschland mehr Umsatz per Karte als in bar gemacht. Zum Boom der Kartenzahlung empfehle ich Ihnen außerdem meinen Artikel Kartenzahlung: Händler zufrieden. Darin geht es u.a. um die Beschleunigung der Kartenzahlung durch die Pandemie.

Weiterlesen: Kartenzahlung für kleine Unternehmen

Wenn sich speziell mit den Kosten noch tiefer auseinandersetzen möchten, lesen Sie auch meinen Artikel Kartenzahlung: Kosten für Händler. . Dort finden Sie neben der genauen Kostenaufschlüsselung Tipps, welche versteckten Kosten hinter Lockangeboten stecke können.

Begriff „Refurbishing“: Aufpoliert, aber eben nicht neuwertig

Es gibt noch eine zweite Art von Kaufterminals: Geräte, die schon mal im Einsatz waren und überholt wurden. Der Fachbegriff dafür lautet „refurbished“. Im Internet gibt es entsprechende Angebote, die gebrauchten Terminals zu kaufen.

Das ist grundsätzlich eine gute Sache, ich gebe aber folgendes zu Bedenken: Die Geräte verfügen meist nicht über die neuste Technik. Gerade bei den Kartenlesegeräten gibt es ständig neue Entwicklungen – wie zuletzt die Einführung des kontaktlosen Zahlens (NFC). Wollen Sie Ihren Kunden nicht auch das bequemste Gerät bieten? Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie sich dann doch recht schnell ein neues Gerät zulegen?

Außerdem kann es sein, dass Sie online ein EC Gerät kaufen, das dann von Ihrem neuen Dienstleister auf seine technischen Einstellungen upgedatet werden muss, weil es vorher von einem anderen Dienstleister kam bzw. dort im Einsatz war. Sowas kann dann ganz schnell auch 100 – 200 Euro kosten.

Fragen und Antworten zum EC Gerät Kauf: Anbieter finden, Installation und Kreditkartenzahlung

Nutzen Sie meinen kostenlosen und unverbindlichen Anbietervergleich. Sie erhalten darin einen ersten Überblick über verschiedene Anbieter und ihre Konditionen. Mit wenigen Klicks können Sie selbst ein unverbindliches Angebot einholen.

Ein wichtiger Tipp: Prüfen Sie rabattierte Angebote genau. Denn auch die Dienstleister, die die Geräte sehr günstig anbieten, müssen am Ende auf Ihre Kosten kommen. Möglicherweise wird an einer Stelle gespart (Sie erhalten beispielsweise ein Auslaufmodell) oder es entstehen weitere Kosten (beispielsweise teure Update-Gebühren), die sich erst nach genauem Studieren des Vertrags entpuppen. Natürlich arbeiten nicht alle Anbieter auf diese Weise – aber einige!

Ihr Gerät wird Ihnen per Post zugeschickt. Wenn es nicht bereits eingerichtet ist, sollte eine Installationsanleitung beiliegen. Je nach Gerät müssen Sie nur noch Strom- und Internetverbindung herstellen. Hier gibt es natürlich ein paar Unterschiede zwischen stationären und mobilen Terminals. Wollen Sie das Gerät mit Ihrer Kasse verbinden, ist der Dienstleister Ihres Kassensystems gefragt.

Im Gegensatz dazu werden Mietgeräte in jedem Fall Ihren speziellen Bedürfnissen entsprechend eingerichtet. Außerdem unterstützt Sie bei Bedarf die Kunden-Hotline, die bei seriösen Anbietern wie den Bezahlexperten in der monatlichen Miet- und Servicegebühr enthalten ist.

Schauen Sie sich Ihre Kundenstruktur an: Wer kommt zu Ihnen ins Geschäft? Wurde schon oft nach Zahlung mit Kreditkarte gefragt? sind es viele junge Leute, die mit dem Smartphone zahlen wollen? Die neuen Bezahlapps, deren Nutzerzahlen stark steigen, funktionieren nämlich nur mit einer hinterlegten Kreditkarte.

Die EC-Karte (heute Girocard genannt) ist nach wie vor das beliebteste elektronische Zahlungsmittel. Doch die Kreditkarte holt auf und wird immer wichtiger – wobei die Gebühren höher sind (siehe meine Rechenbeispiele weiter oben).