Trotz Corona oder vielleicht sogar gerade aufgrund der Pandemie, hat das Thema Kartenzahlung in Deutschland in den letzten Jahren noch mehr an Fahrt gewonnen. Ich habe ein paar Statisktiken und Zahlen unter die Lupe genommen, die diese positive Entwicklung verdeutlichen und die wichtigsten Aussagen für Sie zusammen gefasst.

Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Informationen und Statistiken rund um Kartenzahlung in Deutschland

Kartenzahlungen mit Girocard

Die Girocard ist ein deutsches Produkt – Österreicher, Amerikaner oder Chinesen kennen diese Kartenvariante nicht. Obwohl weltweit vor allem Kreditkarten im Einsatz sind, zahlen wir Deutschen am liebsten mit Girocard. Und das tun wir immer öfter.

Von 2019 auf 2020 ist die Anzahl der Kartenzahlungen mit der Girocard um knapp 22 Prozent gestiegen. Von 2020 auf 2021 dann noch einmal um weitere 8 Prozent.  In absoluten Zahlen heißt das: 5,9 Millarden Transaktionen wurden im Jahr 2021 mit der Girocard getätigt. Dass die Deutschen ihre Karte immer häufiger zücken, zeigt, dass sich der Wandel zum bargeldlosen Bezahlen auch im Jahr der Pandemie weiter vollzogen hat. Dies hat vor allem zwei Gründe:

  • Wir zahlen mittlerweile auch bei kleineren Summen etwa ab 40 Euro öfter mit Karte und nutzen die Giro-Card vermehrt für alltägliche Besorgungen.
  • Das kontaktlose Zahlen, bei dem bis zu einem Betrag von 50 Euro die PIN nicht eingetippt werden muss, macht den Bezahlvorgang deutlich schneller, komfortabler und – das hat vor allem in Hinblick auf Corona an Relevanz gewonnen – hygienischer.
Im Jahr 2021 wurden insgesamt 5,9 Milliarden Transaktionen mit EC-Karte getätigt. Das entspricht einem Wachstum von 8 % im Vergleich zum Vorjahr.

Kontaktlos zahlen treibt die Entwicklung an

Im Jahr 2019 wurde noch bei 64,7 Prozent aller Girocard Transaktionen die EC-Karte in das Kartenlesegerät reingesteckt und nur 35,7 Prozent der Bezahlvorgänge fanden kontaktlos statt. Zwei Jahre später hat sich die Statistik mehr als nur einmal um die eigene Achse gedreht. Ende 2021 waren 72,6 Prozent aller Zahlvorgänge mit der Girocard kontaktlos. Das kontaktlose Bezahlen, sei es mit der EC-Karte, dem Smartphone oder der Smartwatch, hat sich fest im Alltag der Deutschen etabliert. 

Vor allem anhand des Jahresverlauf 2020 ist zu sehen, wie schnell diese Bezahlmethode an Fans gewonnen hat: Im Januar 2020 wurden 39 Prozent der Kartenzahlungen kontaktlos mit einem NFC Terminal durchgeführt. Im Dezember 2020 waren es schon 60,4 Prozent. Auch der Umsatz der kontaktlosen Transaktionen ist rasant gestiegen. Während im Jahr 2019 41 Milliarden Euro kontaktlos gezahlt wurde, beträgt dieser Wert für 2020 mehr als das Doppelte mit 97 Milliarden Euro und im Jahr . Das Zahlen mit der digitalen Girocard im Smartphone oder der Smartwatch fällt auch unter die berührungslosen Bezahlvorgänge, hier ist ebenfalls erst ab einem Betrag über 50 Euro die PIN Eingabe notwendig. 

66 Prozent mehr Kreditkartenzahlungen in fünf Jahren von 2015 bis Ende 2020.

Auch Kreditkarten werden immer beliebter

Die stetige Zunahme von Kartenzahlungen in Deutschland entfällt zwar zu einem Großteil auf die Girocard, aber auch Kreditkarten und damit Kreditkartenlesegeräte werden immer beliebter. Ein Wachstumstreiber sind Bezahloptionen mit dem Smartphone, so wie Apple Pay oder Google Pay, denn hier wird oft eine Kreditkarte hinterlegt, über die der Zahlvorgang abgerechnet wird.

Die Statistik zeigt, von 2015 bis 2020 verzeichnen Kartenzahlungen mit Kreditkarte ein Wachstum von 66 Prozent. 

66 Prozent mehr Kreditkartenzahlungen in fünf Jahren von 2015 bis Ende 2020.
Quelle der Statistiken: Girocard Jahreszahlen

Was bedeuten diese Zahlen für den Handel?

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, ihren Kunden Kartenzahlung anzubieten. Von Gesprächen mit Dienstleistern, die Kartenterminals vertreiben, kenne ich den typischen Satz von neuen Kunden: „Ich will ja eigentlich gar keine Kartenzahlung anbieten, aber meine Kunden fragen immer öfter danach.“ Und dieser Satz ist branchenunabhängig – von Friseuren über Restaurants bis zu Arztpraxen und Bäckereien. Gerade die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Kartenzahlung nochmal erhöht. 

Mehr als 973.000 Kartenterminals gab es in Deutschland im Jahr 2021 – das sind schalppe 70.000 mehr als noch im Jahr zuvor. Durch immer mehr Wettbewerb (und gesetzliche Regelungen) sind die Kosten für die Annahme von Giro- und Kreditkarten in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Die nächste Ausrede „Ist alles viel zu teuer“, zählt ebenfalls nicht mehr. Erst Recht nicht, wenn man seinen Kunden diesen Service bieten möchte oder muss.

Die gute Nachricht: Kartenzahlung wird immer günstiger

Wer noch keine Kartenzahlung anbietet, kommt mit der Ausrede „Kartenzahlung ist mir zu teuer“ nicht weit. Es gibt zahlreiche tolle und vor allem günstige Angebote von verschiedenen seriösen Anbieter. Schauen Sie doch einmal bei meinem Anbieter Vergleich vorbei.

Und zum Schluss noch eine Anekdote aus meinem Privatleben, die noch einmal zeigt, dass im Jahr 2022 in Deutschland kein Weg mehr an Kartenzzhlung bzw. einem Kartenlesegerät vorbeiführt: Vor kurzem stand ich auf dem Markt am Metzgerstand und eine junge Frau fragte, ob sie auch mit Karte bezahlen könnte. Als sie die Antwort „Nein“ hörte, drehte sie um und verschwand auf der gegenüberliegenden Straßenseite beim Metzger mit Ladengeschäft, der natürlich ein Kartenterminal hat.