Egal ob Mittagsimbiss, Haarschnitt oder Waschmaschine – Kunden wollen so viel wie möglich mit Karte zahlen. Dass unsere schweren Portemonnaies zunehmend durch handliche Plastikkarten abgelöst werden, hat auch die Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) ergeben: Im Jahr 2019 konnte im Vergleich zu 2018 ein Anstieg um 18,7 Prozent verzeichnet werden, was die Menge an Kartenzahlungen angeht – und die Zahlen steigen weiter. Was das für Händler bedeutet? Schnell rauf auf den Zug der EC-Kartenlesegeräte! Der folgende Vergleich soll Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen.

Marc

Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Mobil oder stationär: Die Unterschiede

Bevor wir die Anbieter näher beim EC Kartenlesegerät Vergleich unter die Lupe nehmen, lautet die Frage an Sie: Welche Ansprüche haben Sie an Ihr EC-Kartenlesegerät? Wenn Sie sich ein möglichst unkompliziertes und günstiges Gerät vorstellen und ausschließlich am Tresen abrechnen möchten, ist das stationäre EC-Kartenlesegerät vermutlich die beste Wahl für Sie. Das stationäre Terminal ist der altbewährte Klassiker, mit dem wir im Alltag ständig in Kontakt kommen. Wie der Name schon sagt, sind sie an einen festen Ort gebunden – sie funktionieren nur bei konstanter Stromversorgung über ein Kabel. Außerdem benötigen Sie für die Nutzung entweder WLAN oder einen Internetanschluss vor Ort.

Doch nicht für alle ist das genug: Restaurantbesitzer, Taxifahrer, Handwerker und viele weitere Berufsgruppen sind auf mehr Flexibilität angewiesen. Deswegen wurde zusätzlich das mobile EC-Kartenlesegerät entwickelt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es im Gegensatz zum stationären Gerät frei herumgetragen werden kann. Möglich ist das aufgrund des aufladbaren Akkus, der WLAN-Verbindung oder der Internetverbindung über eine Handy-SIM-Karte. Beachten Sie, dass Sie mit WLAN-Verbindung auch nur innerhalb Ihrer WLAN-Reichweite Kartenzahlungen annehmen können. Wenn Sie völlig ortsunabhängig sein wollen, benötigen Sie ein Gerät, das mit einer SIM-Karte kompatibel ist.

Stationäres EC Kartenlesegerät

  • Niedrigste Gerätemiete
  • Muss mit Strom verbunden werden
  • Nur im Kassenbereich nutzbar
  • Internetverbindung über WLAN oder Kabel

Mobiles EC Kartenlesegerät

  • Etwas höhere Gerätemiete
  • Stromversorgung über Akku
  • Beweglich bzw. flexibel einsetzbar
  • Internetverbindung über WLAN oder SIM-Karte

EC Kartenlesegerät Vergleich: Miete oder Kauf im Check

Üblicherweise werden EC-Kartenlesegeräte von den Anbietern vermietet. Das bedeutet, dass Sie eine geringe monatliche Gebühr von wenigen Euro bezahlen müssen, um das Gerät nutzen zu dürfen – Sie leihen es sozusagen nur aus. Dieser Fakt ist aber weniger unvorteilhaft für Sie als klingt: Bei Mietgeräten fallen vergleichsweise geringe Transaktionsgebühren an.

Außerdem bekommen Sie das Gerät einsatzbereit geliefert: Es ist bereits vorkonfiguriert, die Bezahl-Software ist installiert und der Bon-Drucker ist integriert. Wenn Sie möchten, können Sie Ihrem Vertrag praktische Zusatzdienstleistungen wie die regelmäßige Zusendung von Transaktionslisten hinzubuchen. Damit Sie sich ein genaueres Bild machen können, finden Sie als anschauliches Beispiel die genauen Kosten für ein Mietgerät des Payment-Dienstleisters Bezahlexperten:

Kosten Kartenlesegerät Verifone V400M 

  • Monatliche Miete: 9,99 Euro + Servicegebühr 5,99 Euro
  • Kosten pro Transaktion: 7 Cent
  • EC-Kartengebühr:  0,25 % vom Zahlbetrag
  • Kreditkartengebühr: 1,19 % vom Zahlbetrag
Verifone V400m

Eine immer noch recht neue Innovation sind die Kaufgeräte von iZettle, SumUp und Co. Deren Konzept beruht auf einer speziellen Kassen-App. Für die Nutzung eines Kaufgerätes brauchen Sie demnach nicht mehr als ein Smartphone oder Tablet und das passende Kartenlesegeräte des jeweiligen Anbieters. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Terminals wird das aber nicht gemietet, sondern einmalig gekauft – monatliche Fixkosten fallen daher nicht an. Außerdem bieten diese Hersteller eigene virtuelle Kassensysteme an, die dem klassischen Kassensystem nahekommen und trotzdem keinen Platz verbrauchen. Folgende Gebühren erhebt iZettle:

Kosten iZettle

  • Kauf: 29 Euro
  • EC-Kartengebühr: 0,95 % vom Zahlbetrag
  • Kreditkartengebühr: 2,75 % vom Zahlbetrag
iZettle Terminal

(Zwischen-)Fazit: Miete oder Kauf? 

Im Vergleich zu den Gebühren des Verifone-Terminals wird deutlich, dass die Angelegenheit einen Haken hat: Die fehlenden Grundgebühren werden bei iZettle und ähnlichen Anbietern über die höheren Transaktionsgebühren ausgeglichen. Diese sind so viel höher, dass die meisten Händler mit einem Mietgerät finanziell besser wegkommen.

Mietgerät

  • Monatliche Grundgebühr (plus / inklusive Service)
  • Terminal wird nur gemietet
  • Geringe Transaktionsgebühren
  • Mobil und stationär erhältlich
  • Wird einsatzbereit geliefert
  • Anschluss an Kassensystem per Schnittstelle
  • Bon-Drucker ist integriert
  • Größer und optisch weniger modern

Kaufgerät

  • Keine Grundgebühren
  • Terminal gehört Ihnen
  • Höhere Transaktionsgebühren
  • Nur mobil erhältlich
  • App muss installiert werden
  • Virtuelles Kassensystem erhältlich
  • Mobiler Drucker muss hinzugekauft werden
  • Kompaktes, modernes Design

EC Kartenlesegerät Vergleich: Anbieter-Check mit Bewertungen

In der Tabelle finden Sie Daten, Fakten und Konditionen verschiedener Anbieter EC Kartenlesegeräten. Dabei finden Sie verschiedene Parameter, an denen sich Unterschiede feststellen lassen – damit Sie die richtige Entscheidung treffen können. Lesen Sie auch die Erfahrungsberichte von Nutzern und bewerten Sie selbst! 

  • Testsieger
    Bezahlexperten
  • iZettle
  • SumUp
Testsieger
Bezahlexperten
iZettle
SumUp
Bewertungen
4.5
4,5 rating
4.5 von 5 Sternen (basierend auf 6 Bewertungen)

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3.8
3,8 rating
3.8 von 5 Sternen (basierend auf 5 Bewertungen)

mehr Infos

3.9
3,9 rating
3.9 von 5 Sternen (basierend auf 11 Bewertungen)

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Basis-KonditionenKartenterminals ab 6,99 Euro pro Monat (Miete), zzgl. Service-Gebühr ab 5,99 pro Monat, einmalig 24,99 Euro (Einrichtung)iZettle Reader 2:
29 Euro (Kauf)
SumUp Air, 29 Euro / SumUp 3G, 99 Euro (Kauf)
Transaktionskosten / Händlerentgelteab 7 Cent pro Transaktion / EC-Karte 0,25 Prozent / Kreditkarten ab 1,09 Prozent EC-Karte 0,95 Prozent / Kreditkarten 2,75 ProzentEC-Karte 0,9 Prozent / Kreditkarten 1,9 Prozent
Kosten-Beispiel für Zahlung von 50 Euro (EC-Karte / Kreditkarte)EC = 19,5 Cent / Kreditkarte ca. 55 Cent (plus anteilig die monatichen Fixkosten)EC = 47,5 Cent / Kreditkarte = 1,38 EuroEC = 45 Cent / Kreditkarte = 95 Cent
FunktionsweiseAll-in-One-Gerät mit integriertem Bon-Drucker, Anschluss per Schnittstelle an KassensystemeBluetooth-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder TabletBluetooth- bzw. 3G-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder Tablet
Benötige Software / AppSystemsoftware vorinstalliert, für sofortigen Einsatz eingerichtetDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOSDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOS
ZubehörWeitere Hardware nicht benötigt / Zusatzleistungen wie Buchungslisten zubuchbarU. a. iZettle Halter, Belegdrucker, Barcodescanner, Kassenlade mit erweiterter Software (Gesamtpreis bis zu 381 Euro für Komplett-Set)U.a. Tablet Ständer, Scanner, Bondrucker, Kassenschublade, POS-Komplett-Kassensystem (ab 646 Euro)
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Fazit: Welches EC Kartenlesegerät sollte ich wählen?

Selbst aus den besten Vergleichen, Tests und Umfragen ließe sich unmöglich ein Nonplusultra unter den EC Kartenlesegeräten ermitteln. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile für verschiedene Geschäfte. Dennoch lässt sich feststellen: Bei Umsätzen ab 2000 Euro lohnt es sich in der Regel, in ein Mietgerät zu investieren. Die Grundgebühren werden schnell durch die niedrigen Transaktionsgebühren ausgeglichen. Einen guten Eindruck erhalten Sie beim Anbieter Bezahlexperten.

Wenn Sie einen gastronomischen Betrieb führen oder anderweitig auf Flexibilität angewiesen sind, ist das mobile Terminal die beste Wahl. Achten Sie je nach Unternehmensart darauf, ob das Gerät über WLAN und/oder über eine SIM-Karte mit dem Internet verbunden wird. Andernfalls reicht ein stationäres Gerät, mit dem Sie geringere Grundgebühren haben, völlig aus. Falls Ihre Umsätze unter 2000 Euro liegen oder generell eher schwankend sind, kann sich unter Umständen auch ein Gerät von iZettle oder SumUp finanziell lohnen.

Häufige Fragen rund um das Thema EC Kartenlesegerät Vergleich

Je nach Betriebsystem des Smartphone (iOs oder Android) kann der Handy-Nutzer die Payment-Apps nutzen. Dazu verbindet er ein bestehendes Konto mit der App. Sobald dieser Vorgang erledigt ist, kann das Smartphone mit allen Kartenterminals, die mit der NFC-Technik ausgestattet sind, kontaktlos benutzt werden. Die Bestätigung des Zahlbetrags wird per Face-ID oder Touch-ID vorgenommen.

Selbst bei häufiger Nutzung (z. B. in Gastro-Betrieben) haben moderne Geräte eine Akku-Laufzeit von mehreren Tagen. Über Nacht lassen sich die Geräte also bequem aufladen für den Einsatz am nächsten Tag. Das gilt übrigens sowohl für Kauf- als auch Mietgeräte.

Der Anbieter. Gute und seriöse Payment-Dienstleister verfügen über eine entsprechende Hotline, die sich bei technischen Problemen oder auch Vertragsfragen mit Ihnen in Verbindung setzt. Gerade im Internet oder in unseren Erfahrungsberichten finden Sie Bewertungen zu diesen Services der Anbieter.