Wer kennt das nicht: Man will noch kurz beim Bäcker vorbeischauen oder sich beim Imbiss um die Ecke einen Snack für den Abend besorgen, aber im Portemonnaie klirren nur noch ein paar Münzen, mit denen man nichts anfangen kann – nervig. Wenn Sie Ihren Kunden den spontanen Gang zum Bankautomaten ersparen möchten, muss ein Kartenzahlungsgerät her. Finden Sie hier heraus, wie auch Sie in Zukunft bequem Kartenzahlungen annehmen können!

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Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


Das Wichtigste auf einen Blick

Fangen wir bei den Basics an: Bei Kartenzahlungsgeräten wird in erster Linie zwischen gekauften und gemieteten Terminals unterschieden. Für ein Mietgerät werden monatliche Fixkosten erhoben, die je nach Hersteller und Gerätetyp variieren. Jüngere Hersteller bieten Terminals zum Kauf an, für die keine Fixkosten anfallen. Dennoch sind gemietete Geräte mit Grundgebühr immer noch die gängigste und beliebteste Variante. Worin genau sich diese Terminals unterscheiden, erfahren Sie jetzt.

Mietgerät: Kartenzahlung mit Grundgebühr

In der Regel müssen Kartenlesegeräte vom Anbieter gemietet werden. Bei der Miete handelt es sich um eine monatliche Grundgebühr zwischen 7 und 30 Euro, die unabhängig vom Umsatz unverändert berechnet wird. Hinzu kommen variable Kosten, zu denen die Transaktionsgebühr von 7 bis 12 Cent gehört. Bei EC-Zahlungen wird zusätzlich eine umsatzabhängige Gebühr von etwa 0,23 bis 0,30 Prozent erhoben. Mit rund 1 bis 3 Prozent sind Kreditkartenzahlungen etwas teurer.
Ob die Miete eher hoch oder niedrig ausfällt, hängt neben dem Anbieter vor allem von der Ausführung ab, für die Sie sich entscheiden. Mit einer Grundgebühr ab 7 Euro sind stationäre Terminals mit zwei Kabeln am günstigsten. Etwas mehr müssen Sie in mobile Geräte investieren, die über WLAN und eine Handy-SIM-Karte funktionieren.

 

Kaufgerät: Kartenzahlung ohne Grundgebühr

Die jungen Anbieter iZettle oder SumUp bieten Kartenlesegeräte für etwa 49 bis 59 Euro zum Kauf an. Sie können mit dem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden und funktionieren über eine App – Mietgebühren fallen hier also nicht an. Stattdessen werden allerdings höhere Transaktionskosten fällig: Etwa 0,95 Prozent bei EC-Zahlungen und 2,75 Prozent bei Kreditkartenzahlungen. Außerdem verfügen diese Kartenlesegeräte, im Gegensatz zu vielen anderen mobilen Terminals, nicht über einen integrierten Drucker für den Beleg.

Mehr zum Thema Kartenzahlung: Eine grundsätzliche Einführung zum Thema Kartenzahlung finden Sie ebenfalls auf unserer Ratgeber-Seite. Dabei gehen wir grundsätzlich darauf ein, wie das Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte funktioniert. 

Miete oder Kauf – was sollte ich wählen?

Auch Sie möchten ein Kartenzahlungsgerät ohne Grundgebühr? Verständlich – aber lassen Sie sich von diesem einen Aspekt nicht täuschen: Schon ab einem Umsatz von 1000 Euro kann ein gemietetes Terminal günstiger für Sie ausfallen. Wenn Sie voraussichtlich viele Kreditkartenzahlungen durchführen werden, zum Beispiel wenn Sie viele ausländische Kunden haben, kann sich ein Vertrag mit Grundgebühr auch bei einem geringeren Umsatz für Sie lohnen.
Ein Terminal ohne Fixkosten sollten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie einen geringen Umsatz erzielen bzw. relativ wenige Kartenzahlungen entgegennehmen. Ein Blumenladen oder eine kleine Bäckerei kann von der fehlenden Grundgebühr zum Beispiel deutlich profitieren.
Auch wenn die Funktionsweise über eine App für Ihr bestimmtes Unternehmen sinnvoll ist und Sie nicht auf den integrierten Drucker angewiesen sind, kann sich diese Art des Terminals für Sie anbieten. In manchen Fällen ist dieser Aspekt für Unternehmen so praktisch oder wichtig, dass die Zusatzkosten dadurch unter Umständen aufgewogen werden.

Kartenzahlung annehmen: Kosten im Überblick

Im Folgenden möchte ich Ihnen veranschaulichen, woraus sich die Kosten für gemietete Kartenzahlungsgeräte im Detail zusammensetzen:

Einmalige Kosten:
Pauschale für die Ersteinrichtung (20 – 30 €) – u. a. Konfiguration des EC-Kartenlesegeräts, Einrichtung der Finanzwege und Versandkosten

Monatliche Kosten:
Miete für das Kartenterminal (5 – 15 €), Servicevertrag (5 – 10 €) und evtl. Zusatzdienstleistungen (5 – 10 €)

Variable Kosten:
Transaktionskosten (7 – 12 Cent) und umsatzabhängige Gebühren (Kreditkartenzahlung ca. 1 – 3 %, EC-Kartenzahlung ca. 0,23 – 0,30 %)

Es handelt sich hierbei um Beispielbeträge bzw. Kostenspannen, die nur der Veranschaulichung dienen und je nach Anbieter variieren.

Vorstellung: Verschiedene Kartenterminals

Jetzt haben Sie einen ersten Überblick über die verschiedenen Kartenterminals gewonnen. Nachfolgend stelle ich Ihnen aktuelle stationäre und mobile Kartenterminals vor. 

Verifone V200c

Sehr gute Einsteigerversion. Günstig und trotzdem mit vielen Funktionen, wie kontaktlosem Bezahlen, Farbdisplay, Kassenschnittstellen.

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STATIONÄR

Ingenico Desk5000

Kann per WLAN angebunden werden und dank Spiralkabel gibt’s Flexibilität ohne Kabelchaos. Mit Touchdisplay.

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STATIONÄR

SumUp

Eins der Geräte ohne Grundgebühr, das man mit Handy oder Tablet koppelt, um Zahlungen abzuwickeln. Der Zahlvorgang läuft dann über eine App.

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MOBIL

Annehmen von Kartenzahlungen: Apple Pay, Kreditkarte und Co.

Selbstverständlich können Sie mit einem Kartenzahlungsgerät nicht nur EC-, sondern auch Kreditkartenzahlungen entgegennehmen. Auch wenn viele Deutsche gerne mit der gängigen Girokarte bezahlen, wird die Möglichkeit der Kreditkartenzahlung zunehmend erwartet. Mit einem großen ausländischen Kundenkreis ist diese Option obligatorisch.
Die Freischaltung für Kreditkartenzahlungen können Sie kostenfrei vornehmen – es entstehen nur dann umsatzabhängige Gebühren, wenn jemand tatsächlich mit Kreditkarte bezahlt. Welche Kartenfirma Sie auf Ihrem Terminal freischalten, sollten Sie davon abhängig machen, aus welchen Ländern Ihre Kunden vorrangig kommen. Mit einem überwiegend deutschen Kundenkreis reicht eine Freischaltung für VISA und MasterCard aus. Andernfalls sollten Sie auch Kartenfirmen wie JCB (China) oder AmEx (USA) in Betracht ziehen.
Kartenlesegeräte, die über NFC (Near Field Communication) verfügen, können zusätzlich über Apple Pay oder Google Pay abbrechen. Ihre Kunden müssen dafür nur die entsprechende App auf Ihr Smartphone laden und dort ihre Kartendaten hinterlegen. Beim Bezahlvorgang an der Kasse erkennt das Smartphone die NFC-Schnittstelle des Terminals und beginnt den Bezahlvorgang. Nach einer sekundenschnellen Identifikation über FaceID oder TouchID ist die kontaktlose Zahlung bereits abgeschlossen.

Kartenzahlung annehmen: Fazit

Bei Kartenzahlungsgeräten wird zwischen mobilen und stationären Geräten unterschieden, die je nach Unternehmensart verschiedene Vor- und Nachteile bieten. In den meisten Fällen erweisen sich Kartenzahlungsgeräte mit Grundgebühr auf lange Sicht als günstiger für Unternehmen – deswegen ist das gemietete Terminal auch die gängigste Variante. Von einem gekauften Gerät ohne Grundgebühr profitieren Sie nur, wenn Sie geringe Umsätze erzielen oder wenige Kartenzahlungen durchführen. Auch, wenn sich das zeitgemäße App-System für Ihr bestimmtes Unternehmen besonders anbietet, kann sich ein Terminal ohne Fixkosten für Sie lohnen.

 

Mit dem Smartphone kontaktlos Bezahlen: Bei vielen Anbietern können Sie auch Kartenzahlung via Apple Pay oder Google Pay akzeptieren. Gerade die junge Generation setzt auf das Smartphone als „Ersatz“ für die Karte. Die Bezahl-Bestätigung erfolgt hier über Face- oder Touch-ID.

Häufige Fragen zum Thema Kartenzahlung annehmen

Achten Sie auf das Kleingedruckte. Ich rate gerade bei übertriebenen Rabatt-Hinweisen zur Vorsicht. Klar gibt es auch mal günstige Konditionen. Aber sind Mietpreise von 3,99 Euro pro Monat realistisch? Oftmals werden auch ältere Geräte angeboten.

Bei EC-Karten (Girocard) können Sie innerhalb weniger Banktage (meist 24 bis 48 Stunden) mit einer Überweisung rechnen. Bei Kreditkarten kann das mal ein paar Tage länger dauern. Meist ist der Betrag spätestens binnen einer Woche angewiesen und auf Ihrem Konto.