Das Bargeld ist vom Aussterben bedroht! Glauben Sie nicht? Im vergangenen Jahr haben die Deutschen erstmals mehr mit Karte bezahlt* als mit Münze und Schein. Ein Trend, der sich fortsetzen wird. Daher sind moderne Kartenlesegeräte gefragt wie nie. Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Funktion und zu den Vor- und Nachteilen der aktuell erhältlichen Modelle. Außerdem schauen wir uns das gängigste Vorurteil zu Kartenlesegeräten an: „Kartenzahlung ist teuer und brauche ich deshalb nicht.“ Schon gespannt auf das Ergebnis?

*Quelle: 48,6 Prozent Kartenzahlung, 48,3 Prozent Bargeld, Rest sonstige Bezahlarten, EHI Institut

Einfacher als vermutet: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen stationären und mobilen Kartenlesegeräten. Wichtig für Sie zu wissen: Die Kosten sind bei beiden Varianten überschaubar. Scrollen Sie nach unten, um Informationen zu den Modellen und Gebühren zu erhalten. 

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Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


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Wie funktioniert ein Kartenlesegerät?

Jedes Kartenlesegerät besitzt die Fähigkeit, Zahlungen mit EC- und Kreditkarte entgegenzunehmen. Wenn Sie Beides anbieten, decken Sie damit ca. 90 Prozent der Kunden in Deutschland ab. Die EC-Karte ist hierzulande das meistgenutzte elektronische Zahlungsmittel ist, aber auch die Kreditkarte verbreitet sich immer mehr. Am nachfolgenden Beispiel zeige ich Ihnen die Funktionsweise auf.

Kartenlesegerät: PIN oder Unterschrift

Das Kartenlesegerät stellt die Verbindung zwischen Ihnen als Händler und der Bank Ihres Kunden hier. Dafür gibt es bei der EC-Kartenzahlung zwei Verfahren: Die PIN-Eingabe (Electronic Cash-Verfahren) oder eine Lastschrift per Unterschrift auf dem Bon (Elektronisches Lastschrift Verfahren).

Kartenzahlung anbieten: EC Cash Verfahren
Kartenzahlung anbieten: ELV Verfahren Lastschrift

Die PIN-Eingabe ist die sichere Variante, weil direkt geprüft wird, ob das Geld auch tatsächlich auf dem Konto ist. Beim ELV-Verfahren findet keine Prüfung statt, es wird „vertraut“, dass die Summe verfügbar ist. Der Kunde bestätigt mit der Unterschrift lediglich das Einverständnis zur Abbuchung.

Kleiner Exkurs: PIN-Eingabe verdrängt ELV-Verfahren

Können Sie sich noch erinnern, wann Sie das letzte Mal an der Supermarktkasse einen Bon unterschrieben haben? Vermutlich ist das eine Weile her. Denn das „unsichere“ ELV-Verfahren verschwindet mehr und mehr aus dem Alltag. Woran liegt das? Früher ließen sich die Dienstleister das direkte Überprüfen und Abbuchen vom Konto beim EC-Verfahren entsprechend bezahlen. Heute wird nur noch ein kleiner prozentualer Anteil (ca. 0,20 bis 0,30 %) vom Zahlbetrag fällig. 

Im Jahr 2018 hat beispielsweise REWE das ELV-Verfahren komplett gestrichen. Beschleunigt wurde die Entwicklung durch die Einführung des kontaktlosen Bezahlens (per Near Field Communication, kurz NFC). Beim Anlegen der Karte an das Gerät können Beträge bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe abgebucht werden – mit der gewohnten Sicherheit des EC-Verfahrens.

Kartenlesegeräte: Ein Überblick moderner Varianten

Ich habe für Sie sechs Modelle verschiedener Hersteller herausgesucht. Die Geräte unterscheiden sich vor allem durch ihre Mobilität: Während stationäre Terminals an einem festen Ort installiert sind, sind mobile Kartenleser flexibel einsetzbar.

Verifone V200c

Sehr gute Einsteigerversion. Günstig und trotzdem mit vielen Funktionen, wie kontaktlosem Bezahlen, Farbdisplay, Kassenschnittstellen.

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STATIONÄR

Verifone V400m

Farb- und Touchdisplay, kann über Handynetz, WLAN und Bluetooth kommunizieren und kontaktlose Zahlungen etc. annehmen.

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MOBIL

Yomani XR

Wird mit Kabel oder WLAN angebunden. Einfache Bedienung und großer Sichtschutz. Kann natürlich auch kontaktlos und weitere Funktionen.

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STATIONÄR

Ingenico Move5000

Das Move 5000 kann auch WLAN und/oder Handynetz, kontaktlos, etc. und hat natürlich ein Farb-Touchdisplay.

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MOBIL

Ingenico Desk5000

Kann per WLAN angebunden werden und dank Spiralkabel gibt’s Flexibilität ohne Kabelchaos. Mit Touchdisplay.

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STATIONÄR

SumUp

Eins der Geräte ohne Grundgebühr, das man mit Handy oder Tablet koppelt, um Zahlungen abzuwickeln. Der Zahlvorgang läuft dann über eine App.

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MOBIL

Kartenlesegeräte: Jeder Typ hat was für sich

Im Supermarkt sind sie es gewohnt, Ihren PIN am Terminal einzugeben. Im Restaurant bringt der Service-Mitarbeiter das Gerät an den Tisch. Grundsätzlich lässt sich zwischen stationären und mobilen Kartenlesegeräten unterscheiden. Alle gängigen Terminals verfügen über ein Eingabefeld für den PIN / Geldbeträge, ein LED-Display und einen integrierten Bon-Drucker. Eine Ausnahme stellen kleine, mobile Geräte der Anbieter wie SumUp oder IZettle dar, die „nur“ die Karte lesen können und von einem Zweitgerät (Smartphone, Tablet) bedient werden.

Stationäre Terminals

Diese Kartenlesegeräte befinden sich an einem festen Ort. Sie sind per Kabel mit Strom und Internet verbunden und eigenen sich für alle Geschäfte, bei denen der Bezahlort des Kunden fest definiert ist. Bestes Beispiel ist schon wie oben erwähnt der Supermarkt oder eine Tankstelle. Haben Sie sich für ein Modell entschieden, mieten Sie üblicherweise das Gerät.

+ Ausgereifte Technik, schnelle Bezahlvorgänge
– Mobilität, mitunter Kabelsalat
= Einmalige Einrichtungskosten, niedrige monatliche Gebühren

Mobile Terminals

Handlichkeit steht bei diesen tragbaren Geräten mit Akku im Vordergrund. Per WLAN, Bluetooth oder SIM-Karte wird eine Verbindung zum Internet hergestellt. Weit verbreitet sind diese technisch ausgereiften Terminals im Gastronomie-Bereich. Aber auch auf Messen oder bei Händlern, die auf Kundenbesuch sind, können sie zum Einsatz kommen.

+ handlich, tragbar, bequem für Kunde und Mitarbeiter
– Drahtlosverbindung muss bestehen, Geräte müssen geladen werden
= Einmalige Einrichtungskosten, etwas höhere monatliche Gebühren

Kleine, mobile Geräte

Diese Modelle (Anbieter zB SumUp, iZettle) lesen tatsächlich nur die Karte und verfügen über Tasten zur PIN-Eingabe. Die gesamte Zahlung wird per App auf einem mit Bluetooth gekoppelten Zweitgerät (Smartphone, Tablet) abgewickelt. Zudem setzen die Anbieter dieser Geräte auf ein anderes Kostenmodell (Kauf des Geräts, etwas höhere Transaktionskosten). Ideal geeignet ist das Gerät für Alle, die ein Business gründen (geringe Umsatzerwartung) oder nur saisonal tätig sind (da keine Mietgebühr).

+ platzsparend, günstig, auch für saisonalen Einsatz
– Zweitgerät erforderlich, etwas aufwendigere Bedienung durch App
= Kostenmodell unterscheidet sich, da keine Miete, sondern Kauf

Lust auf noch mehr Insider-Wissen? Wenn Sie sich im Detail für den Vergleich der mobilen Varianten interessieren, empfehle ich Ihnen meinen Artikel „Mobile Kartenlesegeräte“ mit noch mehr Hintergrund-Informationen. Dabei gehe ich auf die Vor- und Nachteile ein, damit Sie Ihre Entscheidung treffen können. 

Kartenlesegerät: Überschaubare Kosten für Händler

Im folgenden Abschnitt erfahren Sie mehr zu den einzelnen Kosten für Kartenlesegeräte. Grundsätzlich ist zwischen Miete und Kauf zu unterscheiden. Hier kommen die Anbieter mit verschiedenen Gebühren auf Sie zu – die überschaubar sind!

Kartenlesegeräte zum Mieten

Einrichtung / Kauf
Kartenlesegeräte, die sie mieten, kommen bereits konfiguriert bei Ihnen an. Hierfür erheben die meisten Anbieter eine kleine Gebühr (20 bis 40 Euro).

Fixe Kosten
Bei den Miet-Terminals erhebt der Anbieter eine monatliche Gebühr. Die setzt sich in der Regel aus der Miete, einer Servicegebühr und optionale Zusatzleistungen zusammen (Clearing, Buchungslisten). Ihr monatlicher Aufwand liegt zwischen 10 und 25 Euro – je nach Gerät. Die stationären Kartenlesegeräte sind etwas günstiger als die mobilen Modelle.

Variable Kosten
Bei den Mietgeräten entstehen pro Transaktion weitere Kosten. Jede Kartenzahlung mit dem Gerät (EC- und/oder Kreditkarte) berechnen die Anbieter mit circa 6 bis 10 Cent. Dazu kommen die Gebühren für die Nutzung der jeweiligen Kartenart. Bei EC-Karten ziehen die meisten Anbieter zwischen 0,20 und 0,30 % Prozent des Betrags ab. Bei Kreditkarten sind es in der Regel zwischen 1 bis 3 %.

Geräte ohne Grundgebühr: Wie erwähnt, werden diese Geräte gekauft, nicht gemietet. Der Preis variiert aufgrund ständiger Rabatt-Angebote stark, beträgt rund 30 bis 80 Euro. Auch die variablen Kosten sind unterschiedlich: Für die Nutzung von EC-Karten nehmen die Anbieter 0,95 % des Betrags, bei Kreditkarten sind es 2,75 %.

Was ist günstiger für Sie?

Das Kartenlesegerät mieten oder kaufen? Am besten lässt sich diese Entscheidung an Ihrem zu erwartenden Umsatz mit der Kartenzahlung festmachen. Die kleinen, mobilen Geräte punkten, wenn Sie unregelmäßige und kleinere Einnahmen erwarten. Die Grenze liegt bei rund 1.500 bis 2.000 Euro pro Monat. Hier punktet das Modell aus Kauf und höheren Transaktionskosten.

Übersteigen Sie vorgenannten Umsatz, ist das Kostenmodell der Mietgeräte das Richtige. Auch wenn es auf den ersten Blick mehr Posten sind, ist die monatliche Summe dennoch geringer. 

Merke: Je höher der Umsatz, umso günstiger die Kartenlesegeräte, die Sie mieten können.

Wenn Sie tiefer in das Thema Kosten für EC Karten Lesegeräte einsteigen wollen, bietet Ihnen mein Artikel „Kartenzahlung: Kosten für Händler“ einen idealen Überblick. Hier gibt es vielfältiges Basiswissen rund um das Thema Kartenzahlung und Kartenlesegeräte. 

Häufige Fragen rund um das Thema Kartenlesegerät

Selbstverständlich. Alle Geräte lassen sich verbinden. Dazu wenden Sie sich in der Regel an den Dienstleister Ihres Kassensystems, der die Einrichtung vornimmt.

Das hängt von Ihren Wünschen ab. Ich würde Ihnen zu einer Mietdauer von 24 bis 36 Monaten raten. So erhalten Sie einen moderaten Mietpreis und bleiben dennoch flexibel genug. Sie können auch über einen längeren Zeitraum mieten, dann wird die Gebühr (fixe Kosten) entsprechend günstiger. Einige Anbieter bieten auch Mietverträge ohne Laufzeit an – was selbstverständlich teurer ist. Dafür können die Geräte in der Regel zum Quartalsende zurückgegeben werden.

Achten Sie darauf, dass Sie ein neues oder neuwertiges Terminal mieten. Einige Anbieter motzen Alt-Geräte wieder auf (Refurbishing) oder stellen Auslaufmodelle zu stark rabattierten Preisen ins Netz. Daher prüfen Sie genau, welche Modelle Ihnen angeboten werden. Auf meiner Seite finden Sie immer wieder Informationen zu den neusten Kartenlesegeräten. Daran können Sie sich orientieren. Außerdem sollten Ihnen der Anbieter alle Kosten transparent offenlegen. Dennoch lohnt immer der Blick in die AGB auf das so genannte „Kleingedruckte“.

Bei der Miet-Version wird das Kartenlesegerät vom Anbieter eingerichtet. Sie packen das Gerät aus, verbinden es mit dem Internet (per Kabel oder drahtlos) und schon geht es los. Die Terminals sind nutzerfreundlich und für Sie und Ihre Mitarbeiter einfach zu bedienen. Und wenn nicht: Die meisten Anbieter verfügen über eine hervorragende Service-Hotline, die bei Fragen unterstützt. Bei den Kaufgeräten ist die Inbetriebnahme etwas aufwendiger, da Sie hier Kartenlesegerät, Zweitgerät (Smartphone oder Tablet) und App koppeln müssen. Ist dies erledigt, ist die Bedienung auch recht komfortabel. Nur die Einweisung Ihrer Mietarbeiter könnte sich etwas aufwendiger gestalten aufgrund der verschiedenen Komponenten.

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