Haben Sie schon von den Unternehmen iZettle oder SumUp gehört? Wenn ja, wissen Sie vielleicht, dass jüngere Anbieter seit geraumer Zeit frischen Wind in den Markt der EC-Terminals bringen. Das Besondere: Die Kartenlesegeräte werden gekauft, woraufhin keine Mietgebühren mehr anfallen. Der Bezahlprozess läuft nicht über das Kassensystem, sondern über die passende Smartphone-App. So weit, so gut – aber hat die Angelegenheit auch Nachteile? Das und mehr erfahren Sie hier!

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Marc Schuster
Ich heiße Marc, informiere zum Thema Kartenzahlung und helfe Ihnen bei der Anbieter-Suche.


EC-Terminal kaufen: Welche Möglichkeiten gibt es?

iZettle ist ein schwedisches Start-up, das seinen Hauptsitz in Stockholm hat. Es wurde 2010 als erster Anbieter von Kartenterminals mit App-System gegründet, um den lokalen Wünschen nach einer einfachen Kartenzahlung im fast bargeldlosen Schweden gerecht zu werden. Das Unternehmen SumUp mit Sitz in London ist 2012 mit dem gleichen Konzept nachgerückt.

Die App-Bezahlsysteme der beiden Anbieter sind ähnlich aufgebaut: Beide Varianten setzen sich aus einem Kartenleser und der passenden App zusammen. Das handliche Kartenterminal mit schlichtem Eingabefeld kann entweder via Bluetooth oder über den Audiozugang mit einem Smartphone oder Tablet verbunden werden kann. Das System akzeptiert sowohl Chip- als auch Magnetstreifenkarten.

Die zugehörige App bildet eine Art digitales Kassensystem, das übersichtlich aufgebaut ist: Nach dem Log-in steht dem Kassierer eine visuelle Produktbibliothek zur Verfügung, aus der das Produkt ausgewählt wird. Anschließend muss eine Zahlungsmethode ausgewählt werden: Barzahlung, Rechnung oder Kartenzahlung. Im letzten Fall muss der Kunde nur noch seine PIN eingeben oder seine Karte auf das Terminal auflegen, um die Zahlung abzuschließen.

Wer hat die Nase vorn?
iZettle und SumUp erfreuen sich etwa gleicher Beliebtheit – in Deutschland ist SumUp allerdings präsenter. Der iZettle-Reader punktet durch Schnelligkeit und ein größeres Spektrum an akzeptierten Zahlungsdiensten. Auch eine gut ausgebaute App mit mehr Funktionen kann iZettle bieten. Dafür erhebt SumUp geringere Transaktionsgebühren und ermöglicht laut Angaben einen etwas schnelleren Eingang der Einnahmen auf das Bankkonto des Händlers.

EC-Terminal kaufen: Was Sie beachten sollten

Höhere Transaktionskosten

Der zentrale Haken bei den Kaufterminals liegt in den Transaktionskosten, die deutlich über denen von Mietgeräten liegen. Von den fehlenden Mietgebühren sollten Sie sich deswegen nicht täuschen lassen. Zur Veranschaulichung: Eine EC-Zahlung kostet Sie bei iZettle 0,95 % des Umsatzes. Für Zahlungen per Kreditkarte werden 2,75 % erhoben. Bei herkömmlichen Geräten sind es 0,20 bis 0,30 % bei EC- und 1 bis 3 % bei Kreditkartenzahlungen. Das bedeutet, dass Sie schon ab einem Monatsumsatz von 2000 Euro mit einem Mietgerät in der Regel das bessere Geschäft machen.

Kein integrierter Drucker

Anders als herkömmliche Bezahlterminals verfügen die Geräte von iZettle und SumUp nicht über einen integrierten Drucker. Der Beleg kann ausschließlich an die E-Mail-Adresse des Kunden geschickt oder über einen mobilen Drucker ausgedruckt werden. Natürlich können Sie sich entsprechendes Zubehör anschaffen – was natürlich die Anschaffungskosten in die Höhe treibt.

Immer einsatzbereit? 

Was ich mal als Händler fragen würde ist, ob ich mich tatsächlich rund um die Uhr auf das App-Bezahlsystem verlassen kann. Es kommt auch immer wieder vor, dass sich eine App mal nicht öffnen lässt, dass Zugangsdaten vergessen werden oder dass es Probleme bei der WLAN- oder Bluetooth-Verbindung gibt, von der man bei dieser Variante absolut abhängig ist. Das lässt sich auch aus diversen Erfahrungsberichten herauslesen, die unseren Bewertungen in der Vergleichs-Tabelle zu Grunde liegen.

Smartphones/Tablets sind empfindlich 

Das Smartphone oder Tablet muss nur einmal runterfallen oder nasswerden und das ganze „Kassensystem“ kann zusammenbrechen, was besonders bei starkem Kundenandrang problematisch ist. Das klassische Kartenterminal verfügt dagegen über ein schützendes Gehäuse aus robustem Kunststoff und ist praktisch unkaputtbar. 

Mehr zum Thema Kartenzahlung: Eine grundsätzliche Einführung zum Thema Kartenzahlung finden Sie ebenfalls auf unserer Ratgeber-Seite. Dabei gehen wir grundsätzlich darauf ein, wie das Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte funktioniert. 

Mobile Kartenlesegeräte: Übersichtlicher Anbieter-Vergleich

In der Tabelle finden Sie Daten, Fakten und Konditionen verschiedener Anbieter von mobilen Kartenlesegeräten für Ihren Vergleich. Wenn Sie mehr zu dem jeweiligen Anbieter wissen möchten, klicken Sie auf das entsprechende Logo. Über den Button „zur Website“ gelangen Sie direkt zu dem jeweiligen Dienstleister. 

  • Testsieger
    Bezahlexperten
  • iZettle
  • SumUp
Testsieger
Bezahlexperten
iZettle
SumUp
Bewertungen
4.5
4,5 rating
4.5 von 5 Sternen (basierend auf 6 Bewertungen)

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3.8
3,8 rating
3.8 von 5 Sternen (basierend auf 5 Bewertungen)

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3.9
3,9 rating
3.9 von 5 Sternen (basierend auf 11 Bewertungen)

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Basis-KonditionenKartenterminals ab 6,99 Euro pro Monat (Miete), zzgl. Service-Gebühr ab 5,99 pro Monat, einmalig 24,99 Euro (Einrichtung)iZettle Reader 2:
29 Euro (Kauf)
SumUp Air, 29 Euro / SumUp 3G, 99 Euro (Kauf)
Transaktionskosten / Händlerentgelteab 7 Cent pro Transaktion / EC-Karte 0,25 Prozent / Kreditkarten ab 1,09 Prozent EC-Karte 0,95 Prozent / Kreditkarten 2,75 ProzentEC-Karte 0,9 Prozent / Kreditkarten 1,9 Prozent
Kosten-Beispiel für Zahlung von 50 Euro (EC-Karte / Kreditkarte)EC = 19,5 Cent / Kreditkarte ca. 55 Cent (plus anteilig die monatichen Fixkosten)EC = 47,5 Cent / Kreditkarte = 1,38 EuroEC = 45 Cent / Kreditkarte = 95 Cent
FunktionsweiseAll-in-One-Gerät mit integriertem Bon-Drucker, Anschluss per Schnittstelle an KassensystemeBluetooth-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder TabletBluetooth- bzw. 3G-Kartenlesegerät mit NFC-Technik, Betrieb über Smartphone oder Tablet
Benötige Software / AppSystemsoftware vorinstalliert, für sofortigen Einsatz eingerichtetDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOSDownload der App auf Smartphone oder Tablet / Android & iOS
ZubehörWeitere Hardware nicht benötigt / Zusatzleistungen wie Buchungslisten zubuchbarU. a. iZettle Halter, Belegdrucker, Barcodescanner, Kassenlade mit erweiterter Software (Gesamtpreis bis zu 381 Euro für Komplett-Set)U.a. Tablet Ständer, Scanner, Bondrucker, Kassenschublade, POS-Komplett-Kassensystem (ab 646 Euro)
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Zusammenfassung der Vergleichs-Tabelle: ​

Die Terminals des Testsiegers Bezahlexperten sind für alle geeignet, die unkomplizierte Kartenlesegeräte suchen und einen regelmäßigen vierstelligen (oder höheren) Umsatz erzielen. Für alle, die erstmal geringere Umsätze erwarten und die Anschaffungskosten gering halten wollen, sind die Geräte von iZettle oder SumUp eine geeignete und moderne Alternative. Allerdings können hier schnell weitere Kosten entstehen, wenn entsprechende Hardware dazu gekauft werden muss. Auch die Bedienung per App auf einem Zweitgerät ist zu beachten bei der Anschaffung.

Vorstellung: Mobile Kartenlesegeräte im Überblick

Das Move5000 von Ingenico ist derzeit eines der gefragtesten Kartenterminals (zur Miete). iZettle und SumUp sind die beliebtesten Geräte unter den Kartenlesern, die zum Kauf angeboten werden. 

Ingenico Move5000

Das Move 5000 kann auch WLAN und/oder Handynetz, kontaktlos, etc. und hat natürlich ein Farb-Touchdisplay.

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MOBIL

iZettle

Der iZettle Reader 2 wird mit einem Smartphone oder Tablet verbunden, die Zahlungsabwicklung erfolgt per App, die zu installieren ist.

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MOBIL

SumUp

Der SumUp Air wird mit Handy oder Tablet koppelt, um Zahlungen abzuwickeln. Der Zahlvorgang läuft dann wie bei iZettle über eine App.

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MOBIL

Mit dem Smartphone kontaktlos Bezahlen: Bei vielen Anbietern können Sie auch Kartenzahlung via Apple Pay oder Google Pay akzeptieren. Gerade die junge Generation setzt auf das Smartphone als „Ersatz“ für die Karte. Die Bezahl-Bestätigung erfolgt hier über Face- oder Touch-ID.

Wichtige Fragen & Antworten

Das ist vor allem eine umsatzabhängige Frage. Grundsätzlich gilt die Regel: Bei Umsätzen bis rund 2.000 Euro können sich die kleinen handlichen Geräte lohnen. Bei allen höheren Umsätzen fahren Sie mit Mietgeräten besser – weil es insgesamt günstiger ist.

Die Option funktioniert sofort, weil Sie integriert ist. Letztlich müssen Sie nur eine Drahtlosverbindung herstellen. Das gilt übrigens auch für klassiche Kartenlesegeräte, wie beispielsweise die von dem Online-Händler Bezahlexperten. Auch hier verfügen alle Geräte über die NFC-Technik.